Vermittlungsaktion im Probierwerk in Leverkusen: Per Date zum Ausbildungsplatz.

Vermittlungsaktion im Probierwerk : Per Date zum Ausbildungsplatz

Etwa 500 junge Leute suchen in Leverkusen aktuell noch eine Lehrstelle.

Temperaturen weit über 30 Grad hielten viele junge Leute am Dienstag nicht davon ab, sich auf ein Date ins Probierwerk zu begeben anstatt sich in die Fluten im nächsten Freibad zu stürzen. Dafür gab es allerdings auch gute Gründe, denn die Arbeitsagentur für Arbeit hatte gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln und der Handwerkskammer Köln zum Ausbildungsmarkt eingeladen.

„Wir haben rund 500 Jugendliche aus Leverkusen eingeladen, die aktuell noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind“, sagte Ausbildungsvermittler Volker Zilles. Auf der anderen Seite gibt es noch zahlreiche freie Lehrstellen, und zwar in allen Branchen. „Das Ausbildungsjahr beginnt am 1. August, und bis dahin ist noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt“, sagt Zilles. Vier sogenannte Nachvermittlungstermine organisiert die Arbeitsagentur in Leverkusen und im Bergischen.

Am Eingang müssen die jungen Teilnehmer ein Formular ausfüllen, neben den persönlichen Daten gehört auch der bisherige Werdegang mit Schulabschlüssen, Praktika und Berufserfahrung dazu. An zwei langen Wäscheleinen hängen die Informationen über noch offenen Lehrstellen, farblich gekennzeichnet nach Handwerk, Pflege- und Gesundheitsberufen, kaufmännischen Berufen oder Gastronomie. An mehreren Stationen stehen Berater bereit, um mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen möglichst passgenaue Angebote zu finden und das weitere Vorgehen in Sachen Bewerbung zu besprechen.

Einer dieser jungen Erwachsenen ist der 22-jährige Ayub Abazzouh. Er interessiert sich für Ausbildungsstellen als Hotelfachmann, Reisetourismuskaufmann oder Versicherungskaufmann. Warum es genau diese Berufe sein sollen? „Ich kann gut mit Menschen umgehen, das macht mir Spaß.“ Die Tourismusbranche interessiere ihn besonders, deshalb möchte er dort unbedingt eine Ausbildung machen. Falls das nichts wird, kann er sich auch eine Ausbildung in der Gastronomie vorstellen. „Da habe ich bereits einige Jahre Berufserfahrung.“ Und falls das auch nichts wird, hat er schon eine Alternative im Auge. „Dann mache ich noch eine einjährige Einstiegsqualifikation und versuche später noch einmal mein Glück.“ Doch eigentlich ist er sehr zuversichtlich, dass es mit seinem Ausbildungsdate im Probierwerk was wird – und seine Lehrstelle nicht mehr weit sein kann.

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