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Vergleich von Immowelt: Preise für Immobilien in Leverkusen explodieren

Plus 29 Prozent in Leverkusen : Preise für Immobilien explodieren

Nach Angaben des Branchenportals Immowelt sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen in Leverkusen binnen einem Jahr um 29 Prozent gestiegen. Ein Grund: Die exorbitanten Preise in den Metropolen veranlassen Investoren, den „Städten in der zweiten Reihe“ mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Traum vom Eigenheim kann schnell zum Albtraum werden, sobald der Preis ins Spiel kommt. Denn nach wie vor sind die Kosten für Wohneigentum in deutschen Städten sehr hoch – mehr noch: Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise 2021 um bis zu 31 Prozent gestiegen. Das zeigt ein Vergleich von Immowelt, dem Betreiber des gleichnamigen Immobilienportals. Dabei wurden die Angebotspreise von Bestandswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) in 78 deutschen Großstädten aus den Jahren 2020 und 2021 miteinander verglichen. Das Ergebnis: Besonders in den kleineren Großstädten wie Leverkusen kommt es zu Preisexplosionen.

Spitzenreiter bleibt jedoch nach wie vor München: Der Preis pro Quadratmeter ist um weitere zwölf Prozent gestiegen und beläuft sich nun auf 8610 Euro. Die Stadt in Bayern ist demnach die teuerste Stadt Deutschlands. Dicht gefolgt von Frankfurt mit einer Erhöhung von 17 Prozent auf 5960 Euro und Hamburg, wo der Preis pro Quadratmeter nun 5700 Euro kostet, eine Steigerung um 19 Prozent. Im Vergleich dazu bleibt Deutschlands Hauptstadt eher günstig: Für den Quadratmeter werden in Berlin 4700 Euro verlangt – nur sechs Prozent mehr als 2020.

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„Die prozentual stärksten Preiszuwächse im vergangenen Jahr gibt es in Städten, die bis dato nicht unbedingt als Immobilienhotspots gelten“, heißt es in der Pressemitteilung des Portalbetreibers. Zum Beispiel in Leverkusen: Innerhalb eines Jahres ist der Quadratmeterpreis dort um 29 Prozent gestiegen. Während die Kaufinteressenten 2020 noch 2350 Euro pro Quadratmeter ausgeben mussten, waren es im Jahr darauf gleich 680 Euro mehr: Durchschnittlich 3030 Euro kostet die Leverkusener der Quadratmeter einer zu erwerbenden Eigentumswohnung. Nur in Erfurt war ein noch höherer Anstieg (um 31 Prozent auf 2610 Euro pro Quadratmeter) zu verzeichnen. Doch auch in vielen weiteren Städten, wie Remscheid (+26 Prozent), Duisburg oder Dortmund (jeweils +24 Prozent), ist das Wohnen teurer geworden.

„Die Preisrally für Immobilieneigentum greift also auch abseits der viel zitierten Hotspots um sich“, schlussfolgert der Portalbetreiber. In 13 Städten, die – bis auf Dortmund und Leipzig – allesamt weniger als 500.000 Einwohner zählen, wurde ein Anstieg um 20 Prozent oder mehr ermittelt. Doch woher kommt das plötzliche Interesse für diese Städte? Dafür gebe es unterschiedliche Gründe: Unter anderem veranlasse der hohe Preis in den Metropolen Investoren, den „Städten in der zweiten Reihe“, wie es in der Mitteilung heißt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dank der günstigeren Kaufpreise versprächen diese noch akzeptable Renditen. Ein weiterer Grund sei Corona: Der Ruf von Immobilien als krisenfeste Anlage habe sich in der Pandemie weiter etabliert. Somit steigt die Nachfrage nach Wohneigentum – und mit ihr der Preis.

Wer auf der Suche nach einer vergleichsweisen günstigen Eigentumswohnung ist, sollte sich laut Immowelt in „tendenziell strukturschwachen Orten“ umschauen. Mit mittleren Angebotspreisen zwischen 1200 und 1400 Euro sind Chemnitz, Gelsenkirchen oder Bremerhaven die preiswertesten Städte der Untersuchung. Doch auch hier zeichnet sich mit zweistelligen Sprüngen von 12 bis 17 Prozent der Trend zu höheren Preisen ab.

Lediglich drei Städte zeigten sich relativ preisstabil auf dem Immobilienmarkt: Göttingen (2840 Euro), Reutlingen (3630 Euro) und Lübeck (3240 Euro). Die Angebotspreise erhöhten sich dort im vorigen Jahr um weniger als fünf Prozent.