Verein "Leben in Hitdorf wird zehn Jahre alt"

Zehn Jahre Bürgerverein : „Leben in Hitdorf“ feiert Geburtstag

Der Verein, der sich für Hitdorfer Belange engagiert, wird zehn Jahre alt. Und wächst.

Die Stadthalle im kleinen Hitdorf hat schon viele Veranstaltungen gesehen. Jetzt feierte eine Riege von Ehrenamtlern, die sich seit zehn Jahren unvergleichlich für den Stadtteil einsetzen. „Leben in Hitdorf (LiH)“ hatte Geburtstag. Das Projekt startete als kleine Spinnerei, mittlerweile verbindet es die Vereine im Ort, veranstaltet Märkte und sorgt so immer wieder dafür, dass was los ist in Hitdorf.

Vor einem Jahrzehnt sollte der beliebte Weihnachtsmarkt plötzlich verschwinden. Es fand sich niemand, der den Markt am Leben halten wollte. Hier begann die Geschichte des Vereins. Karl Westhoff war damals mit dabei, heute ist der 72-Jährige zweiter Vorsitzender. Seine Wort beschreiben die Anfänge des Projekts, das eigentlich zunächst nur den Weihnachtmarkt retten wollte, sehr gut: „Da haben sich einfach ein paar Jecke gefunden.“

Aus der Rettung des Marktes wurde ein Verein. Das vergrößerte den Handlungsspielraum  – auch und vor allem finanziell. Seither sorgt Leben in Hitdorf laut Westhoff für eine ganze Reihe an Aktionen jedes Jahr. Wie viele das genau sind, könne er gar nicht sagen. Schließlich schwanke die Anzahl auch ein wenig. Die Weihnachtszeit ist dabei allerdings eine Konstante geblieben. Den Markt gibt es immer noch, der Verein hängt jährlich in den dunklen Monaten sternförmige Beleuchtung an die Laternen. Der Umwelt und des Energieverbrauchs wegen stieg man zuletzt auf LED-Leuchtmittel um.

Finanziert werden die Aktionen, Workshops und sportlichen Angebote durch Sponsoren, Spenden und Mitgliedsbeiträge, der mit 15 Euro, so Westhoff, sicher überschaubar sei. 70 Mitglieder zählt der Verein, hinzu kommen 50 Helfer. „Ursprünglich waren es elf. Das zeigt, dass wir konstant gewachsen sind“, betont der emeritierte Professor der Psychologie. Dazu sei der Verein der wohl eifrigste darin, Anträge für den Verfügungsfonds zu stellen  – meistens mit Erfolg.
Wie bekannt, beliebt und akzeptiert das Projekt in dem kleinen Stadtteil ist, veranschaulichte auch die Zahl der Partygäste am vergangenen Wochenende. 150 kamen in der Stadthalle zusammen, tanzten und quatschten bis in den späten Abend. Sicher sei die Halle schon mal stärker gefüllt gewesen, doch so sei noch genug Platz zum Tanzen gewesen, merkte Westhoff an. Er war einst wegen der Liebe nach Aachen gezogen, verließ die TU Dresden und setzte sich mit seiner Frau schließlich in Hitdorf nieder. An seinem Engagement kann schnell erahnt werden, wie wohl sich der 72-Jährige in seiner neuen Wahlheimat fühlt.
 Die nächste Aktion von Leben in Hitdorf steht derweil auch schon in den Startlöchern. Am 14. September befreien Freiwillige ab 10 Uhr das Rheinufer in Hitdorf von Unrat. Auch das ist eben „Leben in Hitdorf“.