Unternehmensumfrage zeigt gute Zahlungsmoral in der Region 

Unternehmensumfrage : Gute Zahlungsmoral in der Region

Die Crefo-Factoring Rhein-Wupper GmbH hat nachgefragt, wie schnell Rechnungen bezahlt werden.

(RP) Die Crefo-Factoring Rhein-Wupper GmbH hat in diesem Herbst 290 mittelständische Unternehmen im Gebiet um die Großstädte Solingen, Remscheid und Leverkusen befragt, wie es gegenwärtig um die Zahlungsmoral der Kunden bestellt ist: 90 Prozent der hiesigen Mittelständler beurteilen gegenwärtig die Zahlungsweise ihrer Kunden als befriedigend oder besser.  Als Durchschnittsnote, die die Unternehmen der Zahlungsmoral ihrer Kunden geben, ergibt sich aktuell eine 2,4. Die Zahlungsmoral wird damit nicht mehr ganz so gut beurteilt wie im Vorjahr (2,0).

Das Urteil, das die Mittelständler über die Zahlungsmoral ihrer Kunden abgeben, basiert einerseits auf den realisierten Zahlungszielen, andererseits auf den Forderungsverlusten. 86 Prozent der befragten Firmen bekommen den Großteil ihrer Rechnungen innerhalb von 30 Tagen bezahlt, nur 5 Prozent der Befragten warten länger als zwei Monate auf ihr Geld.

 Interessant dabei: Die Öffentliche Hand zahlt etwas schleppender als private und gewerbliche Kunden. Fast die Hälfte der befragten Mittelständler wickelt Aufträge für öffentliche Auftraggeber ab. Bei 80 Prozent der Unternehmen gehen Zahlungen der Öffentlichen Hand innerhalb von 30 Tagen ein, mittlerweile haben 93 Prozent innerhalb von 60 Tagen ihr Geld – sieben Prozent der Firmen müssen länger als zwei Monate warten.

Die Höhe von nicht bezahlten Rechnungen liegt etwas höher als die Summen, die der Mittelstand in der Bundesrepublik insgesamt zu verkraften hat.  59 Prozent der hiesigen Mittelständler können sich über geringe Forderungsverluste von 0,0 bis  0,1 Prozent freuen – im Bundesgebiet können das jedoch zwei Drittel der Unternehmen von sich sagen. Bundesweit berichten „nur“ sechs Prozent der Mittelständler von Verlusten höher als 1,0 Prozentvom Umsatz, in der Region sieben.

37 Prozent der Unternehmen geben an, bei der Finanzierung von nur einer Hausbank abhängig zu sein. Von den 55 Prozent der Mittelständler, die gegenwärtig Kredite in Anspruch nehmen, berichtet 18 Prozent von erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalquote und zusätzlich geforderten Sicherheiten seitens der Kreditinstitute. Betroffen hiervon sind vorrangig Unternehmen mit geringer Eigenkapitalausstattung. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (94 Prozent) hat keine größeren Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen.

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