Leverkusen: Unternehmen verzeichnen mehr Aufträge

Leverkusen : Unternehmen verzeichnen mehr Aufträge

Die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump beunruhigt die Exporteure. Das belegt die Konjunkturumfrage, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln im November und Dezember 2016 unter rund 700 Unternehmen durchgeführt hat, davon 72 aus Leverkusen und 74 aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Demzufolge sehen die Unternehmen das Auslandsgeschäft als eins der drei größten Risiken für ihre wirtschaftliche Entwicklung an. Wobei auch der Brexit, die Bankenkrise sowie die sinkende Nachfrage aus China und den Schwellenländern die Exportwirtschaft belasten.

Grundsätzlich melden mehr als 90 Prozent der Unternehmen zum Jahresbeginn eine gute oder befriedigende Geschäftslage. "Im Vergleich zur Vorumfrage hat sich die Stimmung insgesamt leicht verbessert", sagt Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln.

Fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) im gesamten IHK-Bezirk sehe in der Inlandsnachfrage das größte Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. An zweiter Stelle stehe der Fachkräftemangel (43 Prozent). Der Fachkräftebedarf trete insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Baugewerbe, im Einzelhandel, im konsumorientierten Großhandel sowie im Verkehrsgewerbe zu Tage. Die Auslandsnachfrage rangiere an dritter Stelle der Risiken: 41 Prozent sehen hierin einen Risikofaktor. An vierter und fünfter Stelle werden Arbeitskosten und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen genannt.

Das schlägt sich laut IHK in der Einstellungsbereitschaft nieder. Rund 17 Prozent der befragten Firmen gaben an, in den kommenden Monaten weitere Mitarbeiter einstellen zu wollen. Mit weniger Mitarbeitern planen zehn Prozent. Mit Blick auf den gesamten IHK-Bezirk Köln zeigen sich Unterschiede: Die chemische und pharmazeutische Industrie, das Verkehrsgewerbe, die Gesundheitswirtschaft, das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Großhandel und die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren möchten mehr Personal einstellen. Mit weniger Beschäftigten planen das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, die Informationswirtschaft, die Kreditwirtschaft und der Einzelhandel.

Die Investitionsabsichten der Leverkusener Unternehmen sind leicht gesunken. 33 Prozent wollen in den kommenden Monaten verstärkt investieren. Rund die Hälfte (48 Prozent) beabsichtigt, ihr Investitionsniveau zu halten.

(sug)