Unfall in Leverkusen: Lastwagen mit Gefahrgut kommt von Fahrbahn ab und droht abzurutschen

Unfall in Leverkusen : Lastwagen mit Gefahrgut kommt von Fahrbahn ab und droht umzukippen

In einer stundenlangen Bergungsaktion hat die Feuerwehr am Dienstagabend an der Sporrenberger Mühle in Leverkusen an der Stadtgrenze zu Burscheid einen mit Gefahrgut beladenen Lastwagen gesichert. Der Transporter hatte sich auf einem Wirtschaftsweg festgefahren und drohte umzukippen.

Am frühen Mittwochmorgen gab die Feuerwehr Leverkusen Entwarnung: Gegen 6.15 Uhr hatten die Helfer den Großeinsatz beendet, an dem allein 24 Fahrzeuge und 65 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie freiwilliger Einheiten aus Lützenkirchen und Bergisch-Neukirchen beteiligt waren. Das Gefahrgut war gesichert, der festgefahrene Lastwagen befreit. Wichtige Hilfe hatte auch ein örtliches Bergungsunternehmen geleistet, das eigens mit einen Autokran angerückt war. Auch Chemieexperten des Chempark wurden wegen der akuten Gefahrenlage beratend hinzugezogen. Der 45-jährige Lkw-Fahrer war offenbar von seinem Navi falsch geleitet worden, berichtet die Polizei. Der Transporter hatte unter anderem Pflanzenschutzmittel geladen.

Der Alarm war am Dienstag um 20 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Auf auf einem Wirtschaftsweg an der Sporrenberger Mühle in Lützenkirchen nahe der Burscheider Stadtgrenze hatte sich ein Lastwagen auf der asphaltierten Strecke festgefahren. Nach Feuerwehr-Angaben war er mit verschiedenen wassergefährdenden Gefahrgütern beladen. Der Laster war von der asphaltierten Fahrbahn abgekommen und drohte, in einen Graben zu rutschen.

Mit Hilfe eines Krans sicherte die Feuerwehr den Lastwagen. Foto: Feuerwehr Leverkusen

Die Einsatzlage gestaltete sich in dem ländlichen Gebiet schwierig. Regenfälle hatten den Boden im Umfeld der Straße aufgeweicht. Auch der Sattelauflieger war instabil und drohte umzukippen. Die Einsatzleitung entschied deshalb zunächst, den Autokran in eine sichere Position zu bringen. Mit Hilfe des Autokrans hoben die Helfer den Lastwagen an und unterbauten seinen Standort, um ein sicheres Entladen zu möglichen. Da er während des Einsatzes weiter abzurutschen drohte, wurde er zusätzlich mit Hilfe eines Rüstwagens gesichert. Weil nach wie vor die Gefahr bestand, dass die umweltschädlichen Stoffe austraten, unterlegten Feuerwehrmänner den Lkw großflächig mit einer Schutzplane, bevor sie mit dem Umladen des Gefahrguts in einen zweiten Lastwagen begannen, was schließlich auch gelang.

(bu/mba)
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