Umfrage der Creditreform: gute Stimmung im lokalen Mittelstand

Creditreform-Untersuchung : Gute Stimmung im lokalen Mittelstand

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat bei Unternehmen aus Leverkusen, Solingen und Remscheid nachgehört.

Die Creditreform Solingen hat 263 mittelständische Unternehmen in Leverkusen, Solingen, Remscheid und Umgebung befragt. Ergebnis: „Die Stimmung unter den mittelständischen Unternehmen der Region ist weiterhin ausgezeichnet“, teilt die Wirtschaftsauskunftei aus der Klingenstadt mit und nennt Zahlen: Der Anteil der Unternehmen, die von einer „sehr guten“ oder „guten“ Auftragslage berichteten, liege derzeit bei 80 Prozent, dagegen bezeichnen nur vier Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als „ausreichend“. Umgerechnet in Schulnoten ergebe sich so eine 2,0 – so war es auch im Vorjahr.

Für die Untersuchung wurden Unternehmen ausgewählt, die mehr als zehn, aber nicht mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen. Insgesamt erfüllen dies laut Creditreform rund 3000 Firmen im Gebiet der Großstädte Solingen, Remscheid und Leverkusen.

Im Detail gaben die Befragten dies an:

Preise/Umsätze Gut 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen in der Region haben die Angebotspreise konstant gehalten, 46 Prozent konnten „Preisanpassungen an Markt durchsetzen“, fasst die Creditreform zusammen. 45 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, haben demnach beim Umsatz noch zugelegt. Überdurchschnittlich gut sei die Situation bei Bauunternehmen: Sechs von zehn der Firmen dieses Bereichs verzeichneten gestiegene Umsätze, sechs Prozent nannten Einbußen. „Leicht unter dem Durchschnitt präsentieren sich die Händler: Nur 38 Prozent der Unternehmen in diesem Wirtschaftszweig können sich über gestiegene Umsätze freuen – ein Achtel der Firmen berichtet von Umsatzrückgängen“, heißt es in der Untersuchung.

Arbeitsmarkt/Prognose Seit Herbst vergangenen Jahres sind knapp 4000 neue Stellen geschaffen worden, sagt die Wirtschaftsauskunftei. Leverkusener Firmen berichteten von einer positiven Entwicklung auf dem mittelständischen Arbeitsmarkt: 61,5 Prozent haben den Personalstamm erweitert, 15,4 Personal abgebaut.

Die Mittelständler sehen die wirtschaftliche Zukunft relativ rosig: 58 Prozent gaben bei der Umfrage an, „dass die momentan erfreuliche Geschäftslage auch in der nächsten Zeit stabil bleibt, 34 Prozent erwarten sogar, dass es weiter aufwärts geht“. 51 Prozent der Firmen rechneten in den nächsten Monaten sogar mit Umsatzsteigerungen, 39 Prozent kalkulierten mit weiter steigenden Erträgen. „Auch für den Arbeitsmarkt sind positive Impulse vom Mittelstand zu erwarten. Etwa 3500 weitere Arbeitsplätze werden von den hiesigen Unternehmen avisiert“, heißt es von der Creditreform. Die Händler sind hier am pessimistischsten: 18 Prozent sehen die Geschäftsentwicklung positiv. Sieben von zehn Unternehmen des Sektors erwarten eine konstante Entwicklung. Zum Vergleich: Im Baugewerbe gehen immerhin 50 Prozent von einer positiven Geschäftsentwicklung aus.

Investitionsbereitschaft Mehr Umsatz und Ertrag heißt bei vielen Firmen aber nicht gleichzeitig auch, dass sie Geld ins Geschäft stecken wollen. Bei der Umfrage ergab sich: Nur 49 Prozent der befragten Firmen wollen in nächster Zeit investieren. Damit liegt die Region unterm bundesdeutschen Schnitt. 58 Prozent der investitionsbereiten Firmen wollen ihr Geld in neue Maschinen und Produktionsstätten stecken, 56 Prozent in Ersatz, etwa den Austausch alter Maschinen, 28 Prozent „beabsichtigen Rationalisierungsinvestitionen“, fasst die Creditreform zusammen.