Leverkusen: Ukulelen klimpern "Born to be wild"

Leverkusen: Ukulelen klimpern "Born to be wild"

Mit einem Augenzwinkern bewies das "Ukulele Orchestra of Great Britain", was sich alles der kleinen Schwester der Gitarre an Klängen entlocken lässt.

Die Ukulele wird oftmals auch als kleine Schwester der Gitarre bezeichnet. Doch dass das Saiteninstrument ganz schön viel zu bieten hat, beweist seit vielen Jahrzehnten das "Ukulele Orchestra of Great Britain". So war es nicht verwunderlich, dass das achtköpfige Ensemble, das bereits vor drei Jahren in Leverkusen spielte, vor ausverkauftem Haus im großen Saal des Forums Stücke aus aller Welt und aus verschiedenen Genres präsentierte.

Dabei spielten die Künstler ihre jeweils individuelle Ukulele - denn diese Instrumentenfamilie besteht natürlich nicht nur aus einem Einheits-Instrument. So gibt es für verschiedene Stimmlagen verschiedene Ukuleles und mit Sopran-, Tenor-, Bariton-Stimmlagen.

Das Ensemble überzeugte erneut auf ganzer Linie. Doch es ist nicht nur die eigene Interpretation des Orchesters, dass die Zuhörer seit mehr als drei Jahrzehnten begeistert, sondern vor allen Dingen der Charme, den die acht Künstler versprühen.

Urkomisch wirkt "Born to be wild", wenn dieser Rock-Song von Musikern in eleganten Fracks und Anzügen mit kleinen Gitarren ruhig sitzend gespielt wird. Der trockene britische Humor gefällt dem Leverkusener Publikum. Eurythmics' "Sweet Dreams" regt es zum Mitklatschen an und Pharrell Williams "Happy" zaubert ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer. Mit italienischen Stücken, einem transsilvanischen "Vampire Love Song" oder einem erfrischendem "32-Bar Limehouse-Blues" wird der Auftritt abgerundet.

1985 entstand das Ensemble eigentlich aus einem Party-Gag. Doch dieser wurde zum vollen Erfolg. So sieht sich das "Ukulele Orchestra of Great Britain selbst als nationale Institution", spielte auf allen Kontinenten dieser Erde. In den letzten 30 Jahren hat es Hunderte von Nachahmern hervorgebracht, so dass in Folge heutzutage in fast allen großen Städten dieser Welt Ukulele-Gruppen entstanden sind.

Wie erfolgreich das Orchester ist, beweist Mitglied Ben Rouse. Mit elf Jahren begann er Gitarre zu spielen, doch als er 2011 die "Ukes", wie sich die Musiker selbst nennen, im Fernsehen sah, kaufte er sich prompt eine Ukulele. Drei Jahre später war er Mitglied des Ensembles.

(fal)