Turnhallensanierung in Leverkusen wird teurer

Bauausschuss tagt : Turnhallensanierung wird 3,5 Millionen Euro teurer

Der Bauausschuss berät am Montag über städtische Projekte. In Rheindorf gibt es eine böse Überraschung für die Bauplaner.

Am Montag tagt der Bauausschuss mit wichtigen Themen.

Neue Häuser für Bergisch Neukirchen Die Stadt Leverkusen will in Bergisch Neukirchen nahe der Balkantrasse weitere Häuser genehmigen. Das vorgeschlagene Baugebiet ist 6000 Quadratmeter groß. Es liegt zwischen Neucronenberger Straße, Am Köllerweg und der ehemaligen Eisenbahnstrecke. Geplant sind laut Stadtangabe „ca.“ sechs freistehende Einfamilienhäuser. Das Areal soll beschleunigt von der Stadtplanung zur Genehmigungsreife gebracht werden. Der gültige Flächennutzungsplan sieht für das Baugebiet bisher „Grünfläche“ vor. Diese Bestimmung soll in Wohnbaufläche geändert werden. Die Politiker im Bauausschuss können am Montag über die Aufstellung des Bebauungsplans als Voraussetzung für die Baugenehmigungen beschließen. Eine Entscheidung im Rat ist nicht nötig. Im nächsten Schritt ist „die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit mit städtebaulichen Entwürfen“ vorgesehen. Die Zufahrt zu den neuen Häusern soll über „Am Köllerweg“ erfolgen.

 Diskothek am Bahnhof Opladen

Am Bahnhof Opladen soll eine Diskcothek eingeplant werden. Möglich ist das in dem neuen Dienstleistungsquartier, heißt es in einem Antrag der Ratsgruppe „Die Linke“. Die Entscheidung dazu fällt spätestens in der Stadtratssitzung am 16. Dezember, beraten wird das Thema am Montag, 18. November, im Bauausschuss. Für Vertreter der Linken bietet das Nachtleben in Leverkusen „zu wenige Optionen“. Die Politiker loben zwar das Angebot in Opladen mit der Vielzahl von Kneipen und Bars, dem Kulturausbesserungswerk, Theatern sowie dem Scala. Aber seit dem Abriss des „Zollamts“ (stand neben dem alten Bahnhof) fehle eben eine Diskothek. Auch mit Blick auf die steigende Zahl der in Leverkusen wohnenden und lernenden Studenten gelte es, die Attraktivität des Nachtlebens zu steigern. Eine Disko in Opladen locke möglicherweise auch Besucher aus dem Umland an. Und: Ein gutes Ausgehangebot sei für viele wichtig für die Entscheidung, ob man in Leverkusen oder eben in den Nachbarstädten wohnen wolle.

 Kostenexplosion für Turnhallensanierung Die Sanierung der 4-fach-Turnhalle an der Deichtorstraße in Rheindorf (neben der Gesamtschule) wird noch bis Mitte 2020 dauern. Das ist eine von zwei schlechten Nachrichten. Die andere dreht sich um die Kostenexplosion der städtischen Maßnahme: 2016 war das Gesamtprojekt mit 7,4 Millionen Euro eingeplant worden. Jetzt werden es mindestens 10,9 Millionen Euro werden, teilt die Stadt den Ratspolitikern in einem Beratungspapier mit. Dies sei trotz intensiver Vorprüfungen des Gebäudes nicht vorhersehbar gewesen. Die Steigerungen begannen demnach schon bei der Schadstoffsanierung an Dach und Fußboden. Das Ausmaß der schlechten Bausubstanz sei erst „bei tieferen Eingriffen ins Gebäude sichtbar“ geworden. „Fast alle Innenwände und die kompletten Ausfachungen der Außenwände mussten erneuert werden“, berichtet die Stadt. Komplettiert wurde alles durch schlechte Bauausführungen und die Insolvenz einer beteiligten Firma. Schwierig gestaltete sich auch das Finden neuer Unternehmen. Zwischendurch hatte die Stadt mit Vandalismus und Diebstählen auf der Baustelle zu kämpfen. Final müssen laut Stadtmitteilung die festen Hallenausstattungen wie Kletterwand und Ringe etc. erneuert werden, um sie den technischen Vorschriften anzupassen. Die politische Genehmigung der Kostensteigerung für die Sanierungsmaßnahme wird endgültig im Stadtrat am 16. Dezember entschieden. Angesichts des Sachstandes eher eine formale Angelegenheit.

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