Leverkusen: Turmbläser locken Besucher an - Opladener City gut frequentiert

Leverkusen: Turmbläser locken Besucher an - Opladener City gut frequentiert

Männer mit ihren Blechblasinstrumenten auf dem Turm von St. Remigius - das reicht, um entlang der Düsseldorfer Straße und bis in die Kölner Straße hinein eine große Menge Menschen zum Innehalten, zum Lauschen und zum Köpfe-gen-Himmel-recken zu bewegen.

Manch einer hat sogar leise mitgesummt, als die Musiker gestern oben auf dem Kirchturm um kurz nach 17 Uhr "Alle Jahre wieder" anstimmten und damit das schon traditionelle Turmblasen im Advent eröffneten. "Hören kann ich die gut", kommentierte eine ältere Passantin, "nur sehen, das geht ja leider nicht."

Hätte die Dame Sicht auf den Turmumlauf gehabt, wäre ihr vielleicht aufgefallen, dass die Mini-Kapelle gestern noch keiner war: Normalerweise musizieren vier Bläser in luftiger Höhe, gestern waren es nur drei. Und die spielten unter anderem auch aufs Wetter am Wochenende an: Vom Turm schallte unter anderem "Leise rieselt der Schnee".

Der hatte am Nachmittag das Nachsehen mit dem Weihnachtsmarkt und dem letzten verkaufsoffenen Sonntag in Opladen in diesem Jahr. Am Mittag hatte es noch kräftig geschneit, gar weit bis in die Etagen des Parkhauses Kantstraße hinein, der Chef des Bäckerei-Cafés Kamps schippte vor seinem Ladenlokal persönlich in kräftigen Schwüngen die Schneemassen zur Seite, ansonsten war die Fußgängerzone kurz nach Öffnung der Geschäfte selten still, vier, fünf Wagemutige trotzen an den Glühweinständen den waagerecht heranbrausenden Schneeflocken.

Am Spätnachmittag gab's Kontrastprogramm: Zahlreich wanderten die Flaneure, Bummler, Glühweingenießer die Kölner Straße hoch und runter, teils mit prall gefüllten Einkaufstaschen.

Manch einer dürfte übrigens ein Aufkeimen von Hoffnung verspürt haben, als er mit etwas Abstand Ständer mit Wintermützen und Co. vor der seit April wegen Umbaus geschlossen Woolworth-Filiale entdeckte. Hat das Kaufhaus doch schon wieder auf? Klare Antwort: Nein. Der Eröffnungstermin wurde auf Januar verschoben, im Laden steht bis auf Erfrischungsautomaten noch nichts. Aber die Weihnachtmarkthändler gegenüber nutzen den Platz für die Präsentation ihrer Ware.

(RP)