Leverkusen: "Tunnel ist die einzig akzeptable Lösung"

Leverkusen: "Tunnel ist die einzig akzeptable Lösung"

Bei einer Infomesse von Straßen.NRW im Forum kamen 100 Besucher, darunter Anwohner und Vertreter von Initiativen.

Wie geht es weiter mit den Autobahnen rund um Leverkusen? Diese Frage beschäftigt die Menschen in der Stadt. Experten von Straßen.NRW gaben Antworten bei einer Infomesse. Themen drehten sich unter anderem um den Bauverlauf der neuen Rheinbrücke, das Sicherungskonzept der Dhünnaue sowie Umleitungen und Einschränkungen während der Bauphase.

Soviel vorweg: Innerhalb von drei Stunden kamen etwa 100 Besucher. Das Angebot, sich im Wiesdorfer Büro zu informieren, werde ähnlich schwach genutzt, sagte Timo Stoppacher, Pressesprecher von Straßen.NRW. Deutlich erleichtert war Kläre Degrosch aus Bürrig nach ihrem Besuch. Sie wünschte zwar, es hätte keinen Eingriff in die Deponie gegeben. "Mir sind aber viele Sorgen genommen worden. Die Behörde hat auf unsere Ängste reagiert", sagte sie. Andere waren im Forum, die sich schon lange mit dem Thema beschäftigen und entsprechend organisiert sind. Zum Beispiel Friedrich Jonas, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Schleswig-Holstein-Siedlung, und einige Mitstreiter. Von der Gruppe "Lev muss leben" war keiner da.

Wie die Rheinbrücke künftig aussieht, zeigte eine Animation, die ab nächster Woche im Internet zu sehen ist. Peter Westmeier ("Lev kontra Raststätte") fiel auf: "Würde die Hochlage realisiert, ginge das deutlich zu Lasten des Stadions, der Trainingsanlagen von Bayer 04 und des Lindner-Hotels." Über Hoch- oder Tieflage ist bislang noch nicht entschieden, angekündigt ist das Ergebnis für Jahresende. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat sich zuletzt für die Tieflage ausgesprochen.

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"Ein Tunnel ist da machbar", sagte Planungs-Projektleiter Hans-Günther Schnitzler, der auch die Pläne für einen etwaigen A3-Tunnel vorstellte. Dieser könnte den kompletten Durchgangsverkehr aufnehmen. Jörn Bertrams, der mit seiner Familie in der Apenrader Straße wohnt, meinte dazu: "Für uns ist der Tunnel die einzige akzeptable Lösung." Schnitzler: "Beide Varianten sind möglich, unterscheiden sich nur durch Kosten und Zeit." Obwohl man Gefahrgüter nicht außer Acht lassen dürfte, seien diese kein Hindernis für Tunnelbauten. Bis zur voraussichtlichen Fertigstellung 2035 gebe es komplett andere Mobilitätsstrukturen, betonte der Fachmann.

Gegenwärtig verzeichnet Straßen.NRW große Baufortschritte. "Wir haben die Grube ausgehoben, Zelte abgebaut und angefangen, die Beckenteile mit Fertigbetonbauteilen zu errichten", informierte Projektleiter Marcel Kern über den aktuellen Stand beim Regenrückhaltebecken. Als nächstes werde der "Überflieger" vorbereitet. Das ist eine provisorische Verbindungsrampe von der A 1 zur A 59. Die alte wird erneuert.

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