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Trotz Corona: 45 Orte bei der Kunstnacht in Leverkusen

Kultur in Leverkusen am 9. Oktober : Trotz Corona: 45 Orte bei der Kunstnacht

Die 16. Leverkusener Kunstnacht geht am 9. Oktober an den Start – und auch nur mit kleinen Einschränkungen. Abstand, Mundschutz und Händedesinfektion sind natürlich vorgeschrieben beim Kunstspaziergang durch die Stadt.

Wie geplant findet am 9. Oktober die 16. Leverkusener Kunstnacht statt. Wer den Plan mit Ausstellungsorten und Haltepunkten der Shuttle-Bus-Linien zur Hand nimmt, merkt vielleicht gar nicht sofort, dass es Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gab. Immerhin stehen 45 Stationen zur Wahl.

53 waren es im vergangenen Jahr, als man einen Rekord von 20.200 Besuchen verbuchte. So viele Veranstalter hatten sich ursprünglich auch für die Kunstnacht 2020 angemeldet. Bis Organisatorin Anke Holgersson die erforderlichen Hygiene-Regeln vorlegte. Danach bekam sie einige Absagen, weil die Regeln sich nicht überall umsetzen lassen. Zum Glück für jene auf der Warteliste, die schon lange darauf warten, endlich nachrücken zu können. Auf diese Weise gibt es in diesem Jahr zehn neue Orte zu entdecken. Zwei weitere sind nach einer Pause wieder dabei.

Erstmals lädt die vor zwei Jahren im Schlebuscher Herkenrathof eröffnete Galerie Scivola das Kunstnachtpublikum ein. Zu sehen sind Frauenbildnisse der Berliner Malerin Elvira Bach. In der Stadtbibliothek Leverkusen präsentiert die Elterninitiative „Inklusion Hier & Jetzt“ märchenhafte Bilder in Hand- und Fußabdrucktechnik. Die Evangelische Kirchengemeinde Opladen ist erstmals dabei und das gleich an allen drei Standorten: Bielertkirche, Quettingen und Lützenkirchen. Es gibt Kunst, beziehungsweise kreative Mitmachangebote in Verbindung mit Musik. Mustafa Janan lädt in der Malschule KreativWerk (Auestraße) zur Teilnahme an einem Lifepainting ein und in ihrer Schneiderschule (Kölner Straße) lässt sich Atelierleiterin Petra Brodhag über die Schulter blicken. In der restaurierten Feuerwache in der Neuen Bahnstadt Opladen präsentieren mehrere Künstler Skulpturen, Fluidart, Beton-Objekte und Malerei.

Neu ist ein zweiter Ort in Rheindorf. Dort öffnet Michaela Kubitta-Willms die Türen ihres Ateliers mit Galerie. In Steinbüchel führt Klangtherapeutin Ann-Carolin Boddenberg in die Welt von Klang, Klangmeditation mit Gong und Klangschalen ein. Nach einer Unterbrechung wieder dabei sind der Walnusshof in Schlebusch und die Jugendkirche JuLe (mit Musik, Impulsen und Mitmach-Angebot). Außerdem bieten die bewährten Ateliers, Galerien, Kirchen und andere Orte eine breite Auswahl an künstlerischen Techniken von Malerei über Zeichnung und Grafik, Fotografie und Bildhauerei bis zu Lichtspielen oder Videokunst. Es gibt wieder besondere Bonbons wie Musik, Theater oder die legendäre Sponti-Predigt auf Stichwort von Pfarrer Heinz-Peter Teller. Offizieller Start ist wie immer um 18 Uhr im Museum Morsbroich, wo zeitgleich eine dritte Ausstellung eröffnet wird. „Reference“ heißt diese Präsentation von Svenja Wichmann, die erste Preisträgerin des neuen Nachwuchspreises der Kunsthochschule für Medien in Köln ist. Es gibt mehrere Kurzführungen und die beliebten Taschenlampenführungen durch Schlosspark und Museum.

Dank der Sponsoren (Sparkasse, Wupsi, EVL Taxiruf 3333) befördern vier Shuttlebus-Linien die Kunstnacht-Besucher wieder kostenlos. Für eine unterhaltsame Fahrzeit sorgen Kleinkünstler. Im Corona-Jahr gelten besondere Regeln, die auf der Homepage nachzulesen oder den Comiczeichnungen von Sascha Preuß zu entnehmen sind. Abstand, Mundschutz und Händedesinfektion sind die Basics. Es gibt dieses Mal weder etwas zu Essen noch zu Trinken, auch keine Gästetoiletten. An jeder Station muss ein Kontaktformular ausgefüllt werden, das im Ideal­fall bereits vorher aus dem Internet heruntergeladen wurde. Alle Änderungen sowie kleine Videos zu einzelnen Programmpunkten auf www.kunstnacht-lev.de