Trennschnitt – ein Zentimeter breite Lücke in der Konstruktion Alte A1-Brücke verbindet Köln und Leverkusen nicht mehr

Leverkusen · Als sie in den 1960ern gebaut wurde, war das ein Hingucker. Die Demontage wird ebenfalls einer. Seit Montag verläuft auf der alten A1-Brücke mitten über dem Rhein eine Lücke. Nach dem Trennschnitt werden in den nächsten Wochen die ersten Hauptpfeiler demontiert.

 Seit Montag klafft eine ein Zentimeter breite Lücke in der Brücke mitten über dem Rhein. In den kommenden Wochen geht die Demontage der Hauptpfeiler los.

Seit Montag klafft eine ein Zentimeter breite Lücke in der Brücke mitten über dem Rhein. In den kommenden Wochen geht die Demontage der Hauptpfeiler los.

Foto: Christoph Seelbach/Autobahn GmbH

Ein Zentimeter macht den ganzen Unterschied. Auf der alten A1-Brücke gab es am Montag den Trennschnitt mittig über dem Rhein quer durch die Stahlkonstruktion. „Hierzu wurden die Stege der Brückenhohlkästen von der Mitte aus nach oben zur Fahrbahn hin sowie nach unten zur Brückenaußenseite durchtrennt“, berichtete Sebastian bauer, Sprecher der Autobahn GmbH. „Dabei kamen Brenner, Pressen und eine Hilfskonstruktion zum Einsatz.“

Letztere diene zur „Lagesicherung des Überbaus, damit dieser sich nicht unkontrolliert bewegt“. Nachdem der Trennschnitt ist jetzt zwischen dem links- und dem rechtsrheinischen Teil der Brücke eine zarte Lücke von etwa einem Zentimeter entstanden. Nun gehe es in den kommenden Wochen mit der Demontage der ersten Hauptträger weiter.

Insgesamt, das hatte die Autobahn GmbH gegenüber unserer Redaktion schon vor Wochen berichtet, müssen bei der Demontage 10.000 Tonnen Baustahl bewegt und beseitigt werden.

„Die Kragarme und Teile der Fahrbahn und des Bodens im Bereich des Trennschnitts wurden schon im Vorfeld des Trennschnitts demontiert“, berichtet Bauer. Am Pylonlager auf Leverkusener Seite wurde kurz vor dem finalen Trennschnitt ein provisorischer Festpunkt gesetzt.“ Der ist nötig, damit die Leverkusener Brückenhälfte in ihrer Lage gesichert ist, denn das Festlager der alten Brücke ist auf Kölner Seite.

Und auch dies mussten die Fachleute bedenken: Die oberen Seilköpfe mussten sie um etwa 20 Zentimeter absenken, „damit im Bereich des Trennschnitts ein spannungsfreier Zustand erreicht werden konnte“, betont Bauer.

(LH)