Tom Astor begeistert in gemütlicher Atmosphäre im Scala-Club

Im Scala-Club : Tom Astor begeistert in gemütlicher Atmosphäre

Schnörkellos, ohne Glanz und Glamour, dafür waschecht und bodenständig, wie es vom Country erwartet wird, präsentierte sich Tom Astor in Lederkombi und Countryhut auf der viel zu großen Bühne des Scala-Clubs.

Es hätte ein kleines Wohnzimmerkonzert werden können, intim und gemütlich. So nah zumindest saßen und standen die Konzertbesucher ihrem Tom.

Bereits mit seiner ersten Nummer „Take it easy – Nimm‘s leicht“, einem melodisch bewegten, leichtfüßigen Stück mit eingängiger Melodie und positiv einfacher Lyrik, packte er sein Publikum, dass heiter mitklatschte und mitsang. Für diesen Einstieg erntete der Sänger, der auf eine mehr als 50-jährige Bühnenkarriere zurückschauen kann, tosenden Beifall.

„Wow“, entfuhr es Astor, der offensichtlich einen solchen Begeisterungssturm nicht erwartet hatte. „Wie sagt man so schön: Applaus ist das Bier, ich meine, Brot des Künstlers. Wobei, in beiden sind die gleichen Nährstoffe drin, aber ich hab’s ausprobiert und es kann nicht stimmen. Nach einem halben Laib Brot war ich immer noch nicht besoffen.“

Das Publikum lachte amüsiert. Astor gab sich gewohnt lässig, mit einer Hand in der Hosentasche, und sang seinen nächsten Hit „Irgendwie wird‘s schon gehen“. Auch hier zeigten sich die Besucher textsicher. Schließlich griff Astor selbst zur Gitarre, allerdings ohne diese an einen Verstärker anzuschließen. Er spielte, mehr zur Zierde, eine Ballade, die ihm viel bedeutete, wie er seinen aufmerksamen Fans erzählte: „Dieses Lied habe ich für mich geschrieben.“

Ein emotional sehr ergriffener Fan jubelte lauthals und schrie in den Saal hinein „Tom, du bist der Beste.“ Es sollte nicht seine letzte Interaktion mit dem Künstler sein. Im weiteren Verlauf nämlich schritt dieser immer wieder zur Bühne, klatschte und tanzte und erzählte der Country-Legende zwischenzeitlich sogar noch, wie wichtig ihm dessen Musik sei. „Ich trage so viel Schmerz in mir und deine Lieder tun mir so gut.“

So schien es auch den restlichen Anwesenden zu gehen, die offenkundig eine spezielle Beziehung zur Musikrichtung und zum Künstler selbst hegten. Mit seinen einfachen und eingängigen Melodien und den oftmals positiven und hoffnungsspendenden Botschaften seiner Lieder, scheint Astor sich über die vielen Jahrzehnte ein sehr loyales Publikum aufgebaut zu haben. In Leverkusen zumindest war er zuletzt – wie er selbst sagte – vor sehr vielen Jahren aufgetreten: „Da war ich noch ein ganz junger Bursche, aber ihr seid dieselben geblieben.“

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