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Tödlicher Unfall auf der A3 in Leverkusen: Mann zu 3000 Euro verurteilt

Nach Unfall auf der A 3 bei Leverkusen : Fahrlässige Tötung — Mann zu 3000 Euro verurteilt

Der Fahrer eines Kleintransporters hatte am 7. Februar 2018 ein Stauende übersehen. Sein Beifahrer starb durch den Aufprall. Der 49-Jährige selbst ist durch den Vorfall bis heute extrem belastet. Er erschien nicht zum Termin am Amtsgericht.

Am 7. Februar 2018 kam es auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Oberhausen vor dem Leverkusener Kreuz zu einem folgenschweren Unfall. Damals war ein weißer Kleintransporter der Marke Mercedes mit zwei Personen auf einen Lkw aufgefahren. Der Fahrerbereich des Transporters wurde vollends zerstört.

Dabei erlitt der Beifahrer ein Schädel-Hirn-Trauma und starb neun Tage später im Alter von 37. Der Fahrer überlebte den Aufprall. Er hatte offenbar das Stauende übersehen und war mit rund 70 km/h aufgefahren.

Am Donnerstag sollte gegen den 49-Jährigen am Amtsgericht Leverkusen der Prozess wegen fahrlässiger Tötung beginnen. Der Mann erschien jedoch nicht. Er wurde durch einen Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Der Angeklagte hat nun die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.

Laut des Richters hatte eine Geldstrafe ohnehin im Raum gestanden. Demnach sei der Mann am Unfalltag nicht zu schnell gewesen. Er hatte das Stauende offenbar durch  Konzentrationsmangel nicht wahrgenommen.

Der Mann leidet laut Richter bis heute an den Folgen. Ein Gutachten bescheinigt Pflegestufe 3. Der 49-Jährige sei demnach arbeitsunfähig und könne seinen Alltag nicht mehr alleine bewältigen. Er leide laut des Schreibens unter anderem an Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen. Daher war er nicht vor Gericht erschienen. „Unglaublich“, sagte der Richter, „dass er überhaupt überlebt hat.“

(brü)