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Timo Scheuer gießt verzauberte Burgfräulein

Vörgärten : Timo Scheuer gießt verzauberte Burgfräulein

Mädchenaugen, Sonnenstern, Wegwarte: Vor dem Yachtclub in Hitdorf blüht’s faszinierend. Dank eines Vereinsmitglieds mit grünem Daumen. Denn bei der Gartenarbeit kann Scheuer gut abschalten.

Ein Yacht-Club ist ein Yacht-Club ist ein... Gartenparadies. Jedenfalls die Clubanlage des Yachtlcubs Wuppertal-Hitdorf. Wer an der Rheinstraße flaniert guckt, na klar, auf den Rhein. Seit zwei Sommern aber auch in die andre Richtung. In  den Vorgarten des Clubs, in dem es nur so summt und schwirrt, duftet und in den Himmel ragt. „Im vergangenen Jahr hatten wir die größten Sonnenblumen in Hitdorf“, sagt  Timo Scheuer. „Und in diesem Jahr könnte das auch wieder klappen.“

Er muss es wissen, denn der Mann hat den grünen Daumen. Als im Verein die Idee aufkam, den  mit  Büschen bestückten Vorgarten auf Schwung zu bringen, meldete sich Scheuer freiwillig. Er mache das, hat er damals gesagt. Und Scheuer macht. Jeden Tag fährt er von Pattscheid, wo er wohnt, quasi ans andere Ende der Stadt, um sich um Mädchenauge, Sonnenstern, Kornblume und Co. zu kümmern. „Mir macht das einfach Spaß, ich kann dabei abschalten“, lautet seine schlichte Erklärung.

Dass der Blumengarten vor dem Clubhaus so gut ankommt, hat Scheuer nicht für möglich gehalten. Aber von Passanten erfahren. Wie auch der ganze Verein. Pressesprecherin Eva Utzelmann berichtet: „Viele begeisterte Spaziergänger und Radfahrer bewundern unseren  Vorgarten regelmäßig, suchen nach neuen Blüten und fotografieren die Arten- und Farbenvielfalt.“ Für die hat Timo Scheuer ein Konzept: Naturnah und typisch für die Region soll es sein.

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Der 50-Jährige posiert  auch nicht extra fürs Foto mit der Gießkanne. „Wir haben zwar ein Bewässerungssystem. Aber dabei werden alle Pflanzen gleichmäßig bewässert. Manche mögen es aber nicht so nass, andere schon. Das lässt sich mit der Gießkanne besser dosieren.“

Zu Hause hat Timo Scheuer derzeit einen Balkon, will sich aber auch da wieder in Richtung Garten vergrößern. Dann kommen auch die in seinen Garten, die er am meisten liebt: die verzauberten Burgfräulein. Offiziell ist der deutsche Name Gemeine Wegwarte, ein Blümelein, über das Dichter  schon Poesie verfasst haben, „das viele aber auch als Unkraut abtun und platttreten. Dabei blühen die Wegwarten morgens wunderschön blau“, schwärmt der gelernte IT-Kaufmann.

Es sei eine Pflanze mit eigener  Sage: Der zufolge sind die Blüten der Wegwarte die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins. Das hatte am Weg vergebens auf die Rückkehr ihres Liebsten vom Kreuzzug ins Heilige Land gewartet. Ein botanischer Romantiker ist Timo Scheuer, der unter anderem auch für die Stiftung Gute Hand tätig ist, also auch noch.

Gastronomie Wer vom Blumengucken Appetit bekommt: Die Gastronomie des Vereins ist unter anderem samstags und sonntags geöffnet. Adresse: Rheinstraße 166.