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The Voice of Germany 2021: Leverkusen gegen James Blunt bei "The Voice"

Am Sonntag im Fernsehen : The Voice of Leverkusen gegen Weltstar James Blunt

Lisa, Anna und David lernten sich im Verein „Junges Musical Leverkusen“ kennen – am kommenden Sonntag singen sie im Fernsehen vor einem Millionenpublikum. Konkurrieren müssen sie mit keinem geringeren als James Blunt.

Zum Schreiben ihrer Songs ziehen sich Lisa (23), Anna (28) und David (29) gern in eine Hütte in der Eifel zurück. Am Sonntag wird es mit dieser Ruhe vorbei sein: Dann betreten die drei von der Leverkusener Band namens „can someone call JOSIE“ die ganz große Fernseh-Bühne: In „The Voice of Germany“ auf Sat.1 (ab 20.15 Uhr) stellen sie sich dem Urteil der Jury-Prominenz. So wie zehn weitere Newcomer und – jetzt kommt’s! – Weltstar James Blunt.

Kennengelernt haben sich Lisa, Anna und David 2012 im Verein „Junges Musical Leverkusen“. Vier Jahre später gründeten sie die Band „can someone call JOSIE“. Zu der gehören außerdem noch Pia (Bass), Florian (Gitarre) und Kim (Drums). Laut David war die Gründung „Zufall“: Der Sänger hatte eine Auftrittsanfrage, wollte aber nicht allein singen und holte Lisa und Anna dazu. „Dann hat es so viel Spaß gemacht, dass wir gemeinsam weitergemacht haben“, erzählt der heute 29-Jährige.

Und die Eifel-Hütte, in die sich die Band regelmäßig zum Songschreiben verzieht? „Die ist super urig, dort können wir komplett abschalten“, berichtet David. „Wir schnappen uns unsere Instrumente, spielen dort Spiele und sind da einfach super kreativ.“ Die drei, die bei „The Voice of Germany“ (TVOG) als Trio antreten, haben sich fest vorgenommen, Musik zu ihrem Beruf zu machen.

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Mit dabei in der Sendung am Sonntag sind außerdem Faraz (39, Bonn), Anika (35, Berlin), Ron (46, Bad Breisig), Andreas (29, Obrigheim), Helin (25, Köln), Jakob (26, Berlin), Charline (29, Hildesheim), Lukas (35, Wien), Milijana (26, Wiesbaden) und Babsi (45, Wien). Und eben James Blunt. Dem heute 47-Jährigen gelang 2005 der Durchbruch mit dem Nummer-1-Hit „You’re Beautiful“. Seit 16 Jahren im Musikbusiness, hat der Engländer inzwischen 23 Millionen Alben verkauft und sechs Welttourneen hinter sich gebracht.

 „I am the artist formally known as James Blunt“: Der Weltstar bei TVOG.
„I am the artist formally known as James Blunt“: Der Weltstar bei TVOG. Foto: dpa/Christoph Assmann

In der zehnten Ausgabe der „Blind Auditions“ von TVOG stellt sich der Top-Star dem Urteil der Jury. „Blind Auditions“ bedeutet: Die Juroren und Talentcoaches Sarah Connor, Johannes Oerding, Nico Santos und Mark Forster sitzen in Hörsesseln mit dem Rücken zur Bühne und verlassen sich zunächst nur auf ihre Lauscher, ohne den oder die Auftretende(n) zu sehen. Bei der Aufzeichnung für die Sendung am Sonntag, der letzten Blind Audition in der elften Stafffel von TVOG, kündigte James Blunt seinen Part laut Sat.1 augenzwinkernd so an: „I am the artist formally known as James Blunt. And I am looking for a gig.“

Bei den Juroren sorgte der Überraschungsgast, der wie viele andere Musiker während der Corona-Pandemie keine Live-Auftritte hatte, demnach für Begeisterung: „Nach der ersten Sekunde habe ich gewusst, wer hinter mir singt, und ich war unglaublich gerührt“, zitiert Sat.1 etwa Nico Santos. Nur minimal später ordnete auch Sarah Connor die markante Stimme klar dem Superstar zu: „Ich habe wie immer ein paar Sekunden länger als die anderen Coaches gebraucht, aber dann habe ich James Blunt erkannt. Er hat großartig gesungen.“

Johannes Oerding stand bereits mit James Blunt auf der Bühne und ist hin und weg: „James Blunt war ein absolutes Highlight für mich. Ich bin Fan und wusste: Das kann nur er sein. Diese Synergie zwischen seinem Klavierspiel, seinem Gesang und diesem Schmerz darin. Wir Musiker haben schon lange nicht mehr live gespielt, und dieser Schmerz war richtig zu hören“, schwärmt Oerding vom Auftritt seines Idols. Diesen Schmerz konnte nach eigenem Bekunden auch Mark Forster spüren: „Ich habe ihm angemerkt, dass das für ihn auch ein besonderer Moment war. Dass er nach dieser langen Zeit, in der er nicht auf Tour gehen konnte, echt genossen hat, mal wieder auf der Bühne zu stehen Ich hatte das Gefühl, er war selbst zu Tränen gerührt, weil das so bewegend für ihn war.“

Nicht unwahrscheinlich, dass die Ankündigung des Außer-Konkurrenz-Auftritts von Blunt die Zuschauerzahlen von TVOG weiter in die Höhe treiben wird. Die neunte Ausgabe der Musikshow am Donnerstag auf ProSieben – der Sender bildet mit Sat.1 unternehmerisch eine Einheit – legte nach Firmenangaben deutlich zu und lag mit 14,5 Prozent Marktanteil (Zielgruppe 14 bis 49 Jahre) an der Spitze der Prime-Time-Sendungen. Insgesamt verfolgen laut ProSieben 5,11 Millionen Zuschauer die Sendung.

„The Voice of Germany“ läuft donnerstags auf ProSieben und sonntags, jeweils 20.15 Uhr, auf Sat.1.