Tennis-Kooperation zwischen TGL und Vom-Stein-Gymnasium

Kooperation und TGL : Vom-Stein-Schüler probieren jetzt den weißen Sport

Kooperation zwischen Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und Tennis Gemeinschaft Leverkusen besiegelt

(mkl) Viele Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums würden vielleicht niemals in ihrem Leben einen Tennisschläger in die Hand bekommen und hätten so gar nicht die Möglichkeit, ihre Tauglichkeit für diese Sportart zu testen. Im normalen Unterricht fehlen einfach die Voraussetzungen. Das ist jetzt in Schlebusch anders, denn da profitieren die Schüler künftig davon, dass die Anlage der Tennis Gemeinschaft Leverkusen (TGL) nur wenige Schritte entfernt liegt. Und weil die meisten der 600 Mitglieder noch im Berufsleben stehen, sind die neun Plätze zwar ab 17 Uhr sehr stark frequentiert, aber nicht in den Vormittagsstunden.

Die perfekte Voraussetzung für eine Kooperation mit dem Gymnasium, wo sich Sportlehrer Mario Michels die Organisation der neuen Zusammenarbeit in die Hand genommen hat. Alle, die am Freitag Sport auf dem Stundenplan hatten, konnten an der Kick-Off-Veranstaltung teilnehmen, bei der mancher überhaupt erstmals auf einem Platz stand und sich Haltung und Schritte zeigen ließ.

Moritz Pohle (14) und Stefanie Bendel (17) sind längst über das Anfangsstadium hinaus. Beide vom-Stein-Schüler sind Mitglieder in der TGL und gehören jetzt zu den Erfahrenen, die den jeweiligen Sportlehrer als Co-Trainer unterstützen, wenn ihre jeweilige Klassenstufe den Sportunterricht auf die Tennisanlage verlegt. Auch die 18-jährige Lea Thanscheidt wird als „Hilfslehrerin“ eingesetzt. Sie hat bereits Erfahrung in diesem „Job“, denn sie hilft im Verein zwei Mal pro Woche beim Training der Tennis-Frösche. Das sind die Kleinen ab vier Jahre. Die Unterstützung ist wichtig, sagt TGL-Geschäftsführer Michael Klein. Denn im Alter zwischen vier und neun Jahren werden die Grundlagen gelegt. Je nach Bedarf ist bei der Kooperation die Unterstützung durch einen TGL-Trainer angedacht.

Die Tennis-Einheiten sind auf die Sommer-Monate beschränkt, denn die knapperen Hallenplätze braucht der Verein, der sich über mangelnde Nachfrage nicht beschweren kann, im Winter selbst. Alleine 160 Jugendliche bis 18 Jahre spielen in der TGL. Aber das reicht durchaus, damit Schüler klassenweise erste Erfahrungen im Tennis sammeln können, meint Mario Michels. In der kälteren Jahreszeit werden dann andere Disziplinen in den schuleigenen Hallen unterrichtet.

Dies sei einfach ein zusätzliches Angebot, von dem andere Schulen nur träumen können. Nicht einmal das Sportgymnasium (Landrat-Lucas) hat diese Möglichkeit. „Das geht bei uns auch nur, weil die Anlage fußläufig zur Schule liegt“, stellt der Lehrer klar. „Wenn wir dazu mit dem Bus fahren müssten, wäre das viel zu aufwendig.“

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