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Leverkusen: Tanzparty pur mit der "Ghetto Dance Band"

Leverkusen : Tanzparty pur mit der "Ghetto Dance Band"

Die etwas andere Karnevalssause boten im Scala jetzt die Leverkusener Musiker der "Legendary Ghetto Dance Band". Das kam an. Der Club war voll.

"Einfach nur fett", kommentierte Hannes Brügmann die vielleicht größte Party des Jahres im Scala Club. Mit dieser Einschätzung stand der 25-jährige Besucher nicht alleine. Geschäftsführer Fabian Stiens hatte mit seiner "Legendary Ghetto Dance Band" zur etwas anderen Karnevalsparty eingeladen. Und der Club war voll.

Anstelle von "Nie mehr Fastelovend" oder "Alle Jläser huh" schmetterten hier Songs aus den Bereichen Funk, Metal, Rock und HipHop aus den Boxen. So war es kaum verwunderlich, dass die Gäste bei Red Hot Chili Peppers "Give it away", House of Pains "Jump around" und "Seven Nations Army" von den White Stripes mindestens genauso ihren Spaß hatten und ordentlich feierten wie die Künstler auf der Bühne. "Das ist genau unser Ziel", sagte Fabian Stiens, "die Leute sollen abfeiern."

Dabei verwandelte sich wohl der sonst so ruhige Stiens von Dr. Jekyll in Mr. Hyde. Mit seinem roten Jogginganzug, der passenden Basecap und dunkler Sonnenbrille fegte er mit seinen Bandmitgliedern mit Patrices "Soulstorm" durch den Club. Bemerkenswert auch der Auftritt von der Beatbox-Legende BBO, der für seine Performance besonderen Applaus bekam.

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Für die "Ghetto Dance Band" ist der Auftritt im Scala Club immer speziell: "Wir sind ja alles Opladener bzw. Leverkusener. Heimspiel ist immer etwas Besonderes", betonte Stiens die Verbundenheit zur Stadt.

Obwohl das zehnjährige Band-Bestehen (gegründet 2007 während den Jazztagen) unter dem Motto "No Humba, No Täterä" stand, ging das jecke Feierleben doch nicht ganz spurlos an der "Ghetto Dance Band" vorbei. Zum einen waren fast alle Gäste als Engel, Kartoffelsack, Bauarbeiter, Super Mario und vieles mehr unterwegs - und zum anderen gab es eine Tanzgarde-Einlage zu Seeds "Dickes B" - herrlich.

Der neue Gastronom der Scala-Cantina zeigte sich ebenfalls begeistert. Sabha Tahershams hatte für die Veranstaltung das Restaurant als Eingang umgebaut und durch den ungewohnten Seiteneingang ins Innere des Clubs für besondere Atmosphäre bereits zu Beginn gesorgt. "Das ist unsere erste Karnevalssession in Leverkusen", sagte er, "es macht richtig Spaß hier."

Für den großen Andrang - der Club an der Uhlandstraße platzte fast aus allen Nähten - wurde eine zweite Bar aufgebaut, sodass jeder Gast zügig bedient wurde. Da war es für alle Beteiligten kein Problem, dass das Konzert erst mit knapp 80-minütiger Verspätung anfing. Am Eingang bildete sich eine lange Schlange, und die Leverkusener Band wollte warten, um mit allen Fans gemeinsam zu feiern. Im Scala galt: Im Karneval ist eben doch alles anders.

(hawk)