Tag der Städtebauförderung: Einblick in Bahnstadt und Opladener Gebäude

Tag der Städtebauförderung : Die Alte Feuerwache entdecken

Zum Tag der Städtebauförderung bieten Bahnstadt und Stadt Einblicke in sonst kaum öffentlich zugängliche Gebäude.

Ein Hauch von Feuerwehr ist doch noch geblieben. Im Turm der Alten Feuerwache an der Werkstättenstraße sehe es fast noch so aus wie zu der Zeit, als Männer der Werksfeuerwehr von hier ausrückten, verrät Bahnstadt-Chefin Vera Rottes. Nur: Was nutzt dieses Wissen, wenn die Alte Feuerwache mittlerweile Heimat des Architekturbüros Roterdam Dakowski und nicht öffentlich zugänglich ist? Ganz einfach: Rottes will damit Appetit machen auf Samstag. Dann öffnet das Architekturbüro für Führungen seine Pforten. Es ist einer der Programmpunkte, die die Bahnstadt zum Tag der Städtebauförderung beiträgt.

In 500 Städten bundesweit wird der Tag begangen. In Leverkusen geht die Bahnstadt dafür Hand in Hand mit der Stadt und der Wirtschaftsförderung und hat auch dem Tag einen entsprechenden Titel gegeben: „Innenstadt und Bahnstadt – wir sind Opladen“. Er soll symbolisch dafür stehen, was in naher Zukunft geschehen soll: Durch die Bebauung der Westseite der Bahnstadt sollen das neue Stadtquartier und die Opladener Innenstadt zusammenwachsen.

Was sich auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks derzeit tut und was geplant ist, zeigt das Bahnstadt-Team am Samstag auf der Aktionsfläche auf dem Bunker in der Bahnhofstraße. Pläne und Bilder sollen Interessierten Eindrücke vermitteln. Unter anderem ist Thore Marenbach von Cube Real Estates vor Ort, um zu erläutern, was derzeit in den ehemaligen Ausbesserungshallen geschieht. Das Unternehmen Baukonzept stellt sein Vorhaben im alten Ledigenheim vor.

Nur Pläne anschauen und erläuternde Worte hören, das findet Rottes zu wenig an solch einem Tag. „Wir haben überlegt: Was haben die Leute vielleicht noch nicht gesehen?“, berichtet sie. Die Antwort: Es geht in die Alte Feuerwache und in den Neubau im Backsteinstil von PMC Rail, einem Schulungszentrum, in dem Bahn- und Servicetechniker weitergebildet werden. 15 bis 20 Leute können pro Führung mitgehen, sagt Rottes. „Wir sind aber relativ flexibel.“

Die Stadt bietet mit der Wirtschaftsförderung einen anderen hochinteressanten Blick durchs Schlüsselloch: „Wir bieten Führungen durch die umgestaltete Fußgängerzone an und werden die Schule Im Hederichsfeld besichtigen“, kündigt Stefan Karl von der Stadt an. Das alte Gebäude wird seit einiger Zeit umgebaut, die Verwaltung erlebte bei der Sanierung bisher Hochs und Tiefs. Laut Karl sollen es pro Führung nicht mehr als 25 Teilnehmer sein.

Rainer Bertelsmeier (Wirtschaftsförderung) berichtet, dass unter den Gewerbetreibenden in Opladen derzeit „Aufbruchstimmung“ herrsche. „Die gilt es, auch auf die Bürger zu übertragen.“ Auch dafür soll der Tag genutzt werden. So will die Stadt etwa Infos zum Verfügungsfonds Opladen geben, mit dem Projektideen von Geschäfts- wie Privatleuten auf finanzielle Hilfe hoffen können.

Ein Schmankerl hält die Bahnstadt bereit: Am Infostand werden schon mal Prototypen von Taschen, Täschchen, Rücksäcken und Mäppchen gezeigt. Der Clou: Sie werden von Mitarbeitern des Beschäftigungsprojekts des SkF Langenfeld aus alten Werbeplanen der Bahnstadt gefertigt und sollen im Herbst in Produktion gehen – solange der Planenvorrat reicht.

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