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Leverkusen: Supermarkt Schlebusch: Stadt verkauft Land an Rewe

Leverkusen : Supermarkt Schlebusch: Stadt verkauft Land an Rewe

Der Leverkusener Stadtrat hat Montagabend zugestimmt, dass die Stadt ein städtisches Grundstück in Schlebusch an den Supermarkt-Konzern Rewe verkauft. Es geht um ein Gelände an der Reuterstraße (nahe Willy-Brandt-Ring). Dort soll ein Supermarkt entstehen, wenn es nach Rewe geht. Die Verkaufsfläche soll 1700 Quadratmeter betragen. Der Bebauungsplan wird derzeit vorbereitet.

Das Projekt ist zumindest bei Schlebuschern und Schlebuscher Politikern umstritten. Eine endgültige politische Freigabe für das Vorhaben hat die Rewe-Gruppe noch nicht. Speziell die ortsansässigen Politiker befürchten, dass dieser zusätzliche Supermarkt für den Standort Schlebusch/Waldsiedlung unverträglich ist. Dies sei nicht so, argumentieren die Vertreter der Rewe-Gruppe. Der geplante große Vollsortimenter werde die bestehenden Geschäfte im Schlebuscher Zentrum nicht beeinträchtigen, betonte Rewe mehrfach. "Auch bei der Rathaus-Galerie hatte es geheißen, sie hätte keine Auswirkungen auf Schlebusch", erinnerte Ulrich Kämmerling (CDU) in der gemeinsamen Sitzung von Stadtrat und Bauausschuss im Dezember. "Es stimmt, dass ein Nahversorger fehlt. Aber Rewe könnte der Todesstoß für einzelne Einzelhandelsgeschäfte sein", warnte Kämmerling.

Der jetzt von einer Ratsmehrheit abgesegnete Verkauf des Stadt-Grundstückes erfolgt also vor der endgültigen Baugenehmigung, die noch kippen könnte, wie das Beispiel Quettingen und Feldstraße zeigt.

Der Verkaufsvorschlag kam von der Stadtspitze. Klappe es mit dem Projekt nicht, könne Rewe vom Kauf noch zurücktreten, soll Baudezernentin Andrea Deppe am Montagabend in der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates gesagt haben. Sie reagierte damit offenbar auf den Antrag, den Grundstücksverkauf bis zur Klärung der Projektpläne zu verschieben.

(US)