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Sturm "Friederike": Japanischer Garten in Leverkusen gesperrt

Leverkusen : Sturm: Japanischer Garten gesperrt

Ausfälle bei Zügen, Bäume, die auf Häuser zu kippen drohen, gesperrte Friedhöfe - Nachwehen von "Friederike".

Gut 100 Jahre stand sie stolz, dann kam "Friederike". Der Orkan zwang am Donnerstag die rund 24 Meter hohe Ungarische Eiche, laut Experten kein Allerweltsbaum, nahe des Teehauses im Japanischen Garten zu Boden. Auch kleinere Bäume und Sträucher gaben unter dem Orkan nach. "Mitarbeiter unserer Gärtnereibetriebe haben mit den Aufräumarbeiten begonnen", sagt Bayer-Sprecher Hans-Bernd Schmitz. "Der Japanische Garten darf während dieser Zeit aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden." Die Anlage bleibe voraussichtlich bis Freitag, 26. Januar, geschlossen. Der Carl-Duisberg-Park ist geöffnet, Besucher werden aber dringend gebeten, dort vorsichtig zu sein.

Apropos umgekippte Bäume: Donnerstagabend rückte das Leverkusener Bergungsunternehmen Schwientek in Quettingen an. Die Feldstraße wurde gesperrt: Ein umgekippter 28 Meter langer Baum drückte auf einen Balkon an einem Haus. Der Baum musste per Kran über das Haus hinweggehoben werden. Gestern Mittag forderte die Feuerwehr das Unternehmen an. Hinter einem Haus an der Peter-Grieß-Straße (Wiesdorf) drohte eine 25 Meter hohe, schwere Tanne auf ein Haus zu kippen. Der Baum war durch den Wind in Schieflage geraten - Auslöser für eine aufwendige Bergungsaktion. An einem 120-Tonnen-Kran hing ein Seil, an dem eine Arbeitsbühne befestigt war. Auf der wurden zwei Einsatzkräfte samt Werkzeug an den Baum herangeführt. Er wurde von oben angefangen Stück für Stück abgesägt. Ansonsten, sagt Jörg Gansäuer von der Feuerwehr, sei die Nachbereitung ruhig verlaufen, da der Sturm am Tage über die Stadt gezogen sei und kurz drauf vieles habe beseitigt werden können. Gestern gab es ein halbes Dutzend Einsätze - hauptsächlich wegen Ästen und Dachpfannen.

Foto: Uwe Miserius

Pendler mussten gestern unter anderem mit dem Ausfall der RB 48 (Wuppertal-Köln) zurechtkommen. Betreiber National Express setzte Ersatzbusse ein.

Im Bürgerbusch hat der Orkan laut Verwalter um die 100 Bäume stark beschädigt, Stämme sind einfach abgebrochen, teils hängen Äste nur noch lose an den Stämmen.

( Spektakuläre Kran-Aktion in Wiesdorf. ' Im Bürgerbusch ist der Wind regelrecht in Bäume gefahren. Foto: UM

Auch auf waldreichen Friedhöfen ist die Gefahr noch nicht gebannt. Die Stadt hatte am Morgen die Ruhestätten Birkenberg und Reuschenberg wegen Kontroll- und Aufräumarbeiten gesperrt, am Mittag den Reuschenberg wieder freigegeben. "Der Friedhof Birkenberg bleibt gesperrt, weil dort die Schäden erheblich größer sind und die Aufräumarbeiten erst in der nächsten Woche abgeschlossen werden können", sagt die Stadt.

(RP)