Leverkusen: Stolperfalle auf dem Bahnsteig

Leverkusen : Stolperfalle auf dem Bahnsteig

Gefahrenstelle wird nach mehr als 50 Tagen und etlichen Mails nur "geflickt statt repariert".

Jeden Werktagmorgen benutzt Herr K. den Bahnsteig am Bahnhof Küppersteg, um mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Bereits im November bemerkte er, dass über der Regenablaufrinne, die sich über gut 100 Meter längst des gesamten, nicht überdachten Bereichs des Bahnsteiges über knapp 100 Meter hinzieht, an einer Stelle die Halterung für das darüber liegende Gitter abgebrochen war.

"Beim Betreten des Gitters gab dieses überraschend nach und entpuppte sich so als gefährliche Stolperfalle", sagt Herr K., der seinen vollständigen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Am 24. November schrieb er die erste Mail an die bei der Deutschen Bahn für solche Fälle zuständige 3S-Zentrale in Köln - und erhält zunächst keine Antwort. Eine Woche später fällt ihm auf, das zwei der länglichen Metallgitter-Elemente nicht in der Regenrinne sondern im Gleisbett liegen. Nun weist der Bahnsteig ein Loch auf. K. meldet dies erneut, mehrfach. Lange tut sich nichts, erst am 28. Dezember ist die Rinne wieder mit - teils neuen - Gitterelementen verschlossen, die Stolperfalle selbst, die ausgebrochene Halterung des Gitters, besteht aber weiterhin. "Ich sah, wie ein junger Mann auf das Gitter trat und das Gleichgewicht verlor. Gut, dass das keine ältere Person mit brüchigen Knochen war", erzählt K.

Bis vergangenen Montagmorgen blieb die Stolperstelle unrepariert, trotz weiterer wiederholter Beschwerden von Herrn K. bei der Bahn. Dann wandte er sich an den Bürgermonitor. Am Montagnachmittag schließlich waren die Gitter-Halterungen, offenbar mit Kaltteer, geflickt. "Geflickt, aber nicht repariert", sagt K., der sich noch nicht getraut hat, die Stelle zu betreten.

Die Deutsche Bahn bestätigte die Arbeiten auf Anfrage. "Wir haben die beschriebene Schadstelle trotz mehrmaliger Begehung zunächst nicht gefunden", begründete ein Sprecher die lange Dauer zwischen Meldung des Schadens und dessen - zumindest vorläufiger - Behebung.

(RP)
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