Leverkusen: Stadtrat beschließt die Gütergleisverlegung

Leverkusen : Stadtrat beschließt die Gütergleisverlegung

Jetzt wollen Stadtspitze und Stadtrat den wichtigsten Baustein für das Bahnstadt-Projekt Opladen endgültig beschließen: die Verlegung der Gütergleise im Bereich Bahnhof Opladen an die Personenzugstrecke.

Damit verbunden ist grundsätzlich der Bau einer neuen Bahnallee. Die Gesamtkosten für die Gleisverlegung liegen bei rund 34 Millionen Euro, an denen sich die Düsseldorfer Landesregierung mit einem bis zu 80-prozentigen Zuschuss beteiligt. Der Beschluss soll am 6. Mai diskutiert werden (mit Vertretern von Finanzausschuss, Bauausschuss und der Bezirksvertretung II). Der Stadtrat stimmt dann am 13. Mai ab.

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn legte gestern das entsprechende Beratungspapier und den Terminplan vor. Eine Alternative zur Gleisverlegung gibt es: den Rücktritt von dem Projekt. Das dazu vertraglich vereinbarte Recht will die Stadt aber nicht ausüben, zumal es sich jetzt finanziell nicht mehr lohnt.

Bahn und Stadt müssen zusätzlichen Lärmschutz, etwa durch neue Fenster, garantieren. Die Kosten sollen bei 350 000 Euro liegen. Betroffen sind diese Gebäude: Lützenkirchener Straße 2 und 12, Rennbaumstraße 48 und 50, Stauffenbergstraße 1a , 1b, 1c, 5c, 9c, 11 und 19 sowie die Werkstättenstraße mit den Häusern Nr. 4 bis 11, 13, 15, 17 und 19. Eine Lärmschutzwand (700 Meter lang, zehn Meter hoch) bringe wenig, weil es sich meist um mehrstöckige Gebäude handele, schreibt die Stadt in dem Beratungspapier.

Der weitere Zeitablauf sieht laut Stadt so aus:

11. März bis 27. Juni: Erstellung der Genehmigungsplanung

11. Juli 2013 bis 8. Dezember 2014: Abwicklung des Planfeststellungsverfahrens

29. Mai 2015 bis 22. Dezember 2016: Bau der neuen Gütergleise, Umbau des Bahnhofes, Bau einer Bahnbrücke über die Lützenkirchener Straße

16. Dezember 2016: Aufnahme des Eisenbahnbetriebes auf der neuen Güterzugstrecke Nr. 2324.

(RP/rl)