Leverkusen: Stadthalle: Keiner muss mehr bibbern

Leverkusen : Stadthalle: Keiner muss mehr bibbern

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren ständig die Heizung streikte, ist das Problem nun gelöst: Der Dachverband Hitdorfer Vereine hat dank vieler Spenden eine Brennwertanlage eingebaut und weiht diese bald ein.

Das Elend begann natürlich mitten in der Heizperiode. Anfang Dezember 2010 streikte der fast antike Kessel der Dampfheizanlage, der die Hitdorfer Stadthalle 20 Jahre lang und zuvor vermutlich weitere 30 Jahre lang eine Schule in Rheindorf auf Temperatur gebracht hatte. Vor zwei Jahren wurde das Loch eilig und provisorisch geflickt, um Weihnachts- und Karnevalsfeiern im Stadtteil zu retten. Aber seither streikte die Heizung öfter.

Seinen zweiten Geburtstag erlebt das Loch im Kessel aber nicht mehr. Der Dachverband Hitdorfer Vereine verkündete nun nicht ohne lokalpatriotischen Stolz: Es ist geschafft — in der Stadthalle läuft die neue Heizungsanlage. Es handelt sich um eine Brennwertheizung — "das ist neueste Technik", berichtet Ferdinand Feller, zweiter Vorsitzender des Dachverbands. Rund 25 000 Euro seien investiert worden. Ohne Unterstützung der Stadt, denn die — das hatte sich im Zuge des Streiks der Heizung gezeigt — steht nur bei der Instandhaltung des Hallenäußeren in der Pflicht.

Zuverlässig warm

Stattdessen rückte der Stadtteil zusammen, damit es wieder zuverlässig warm wird im zentralen Feiertempel der Hitdorfer. "Wir haben sehr viele Spenden von Privat- und Geschäftsleuten erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar", sagt Feller. Nur 6000 Euro sind noch offen. Den entsprechenden Kredit hofft der Dachverband aber bald abbezahlt zu haben. Dass die Summe überschaubar blieb, dafür wurde viel Eigenleistung in den Heizungsaustausch gesteckt. Federführend beteiligte sich der Vorstand des Dachverbands an den Arbeiten: Neben Feller packten etwa der Vorsitzende Siegfried Kleinschmidt und die Beisitzer Holger Bock und Sascha Grünemeier an, die mitunter ihren Urlaub in der Halle verbrachten.

Finanziell bezahlt machen

Knapp vier Monate dauerte der Austausch. Zu Beginn wurden die alten Heizungskörper mit dem Vorschlaghammer zertrümmert — damit sie durch die Tür passten — und der alte Kessel mit der elektrischen Winde eines Nachbarn aus dem Keller emporgehievt. Zuletzt wurde mit Hilfe eines Installationsunternehmens die neuste Technik eingebaut, gestestet und mit dem nötigen Prüfsiegel versehen. Feller: "Sie wurde schon vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen."

Bald soll sich die neue Anlage auch finanziell bezahlt machen. "Wir hoffen, dass sich das bei der Heizkostenabrechnung deutlich bemerkbar machen wird", berichtet Feller. Allerdings lässt das noch etwas auf sich warten. Denn aktuell werde noch der Verbrauch der alten Heizung bei den Abschlagszahlungen zugrunde gelegt. Aber im nächsten Jahr dürfte der alte Kessel dann auch in dieser Hinsicht ausgedient haben.

(zill)