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Leverkusen: Stadtbibliothek will mehr Leser locken – mit neuem Online-Portal und schönem Eingang

Leverkusen : Stadtbibliothek will mehr Leser locken – mit neuem Online-Portal und schönem Eingang

Die Stadtbibliothek will moderner werden. Der Onlinekatalog soll durch das neue Portal "Open" ersetzt werden. Das sei viel bedienungsfreundlicher, betonte Leiterin Lucia Werder den Politikern im Betriebsausschuss KulturStadtLev. Bei einem Vertipper in der Suchanfrage beispielsweise erscheine derzeit kein Ergebniss. Das neue System würde Hilfestellung geben und nachfragen "meinten Sie...", so wie man es von Google kennt. Außerdem könne die neue Technik anhand von Ausleihen Empfehlungen geben wie beim Online-Buchhandel von Amazon. Ab 2014 solle zudem ein virtuelles Medienangebot aufgenommen werden, weil die Auswahl da immer größer werde, berichtete die Bibliotheksleiterin.

Mehr Arbeitsplätze für Lerngruppen zu schaffen, nannte Lucia Werder als weitere Maßnahme zur Attraktivierung der Stadtbibliothek. Allerdings stoße man da bald an räumliche Grenzen. Die Benutzerzahlen sind im vergangenen Jahr um 4,25 Prozent, die Ausleihzahlen um 2,8 Prozent gesunken. Grund dafür sei unter anderem das veränderte Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen, die weniger Zeit zum Lesen haben, weil sie durch den Schulalltag aus- oder überlastet seien. Gefragt seien allerdings die Arbeitsplätze in der Stadtbibliothek-Hauptstelle, noch stärker in den mit Schulbibliotheken zusammengeführten Stadtteilbibliotheken. Gerade dort, in den Schulen, seien die Bibliotheken zum Treffpunkt geworden und sowohl in den Pausen als auch am Nachmittag "extrem gut genutzt", sagte Werder. Die Kooperation mit weiteren Schulen will die Bibliotheksleiterin weiter ausbauen. Auch Erwachsene nutzen, im Vergleich zu früher, die Einrichtung stärker.

Außerdem sei eine Verbesserung der Eingangssituation in der Hauptstelle vorgesehen, die zwischen den hellen Geschäften der Rathausgalerie immer noch ziemlich unscheinbar ist. Mit den Neuanschaffungen sei die Bücherei immer spät dran, so die Leiterin, die wegen der Nothaushalt-Situation keinen kontinuierlichen Medien-Etat zur Verfügung hatte. Grenzen setze auch die Personalsituation. In den vergangenen fünf bis zehn Jahren habe die Stadtbibliothek viel Personal verloren und wegen der Altersstruktur sei auch der Krankenstand hoch. "Aber ab diesem Jahr werden wir wieder ausbilden", schloss sie mit einem positiven Ausblick.

(mkl)