Stadtbibliothek Leverkusen will Leser befragen

Leserbefragung geplant : Kulturausschuss berät über Stadtbücherei

Mit einer Leserbefragung will die Stadtbibliothek die Bedärfe der Kunden ermitteln.

Die Besucherzahl der Stadtbibliothek ist leicht zurückgegangen. Bibliotheks-Leiterin Eva-Marie Urban erklärte den Kulturpolitikern die Hintergründe. Tatsächlich habe man in den vergangenen vier Jahren den physischen Bestand um 16,9 Prozent abgebaut, so Urban. Das sei mehr als der Verlust an Nutzern. Einen deutlichen Einbruch hatte man einmalig im Sommer 2018 zu verzeichnen, was die Bibliotheksleiterin auf die lange Hitzwelle zurückführt.

Gleichzeitig aber wurde zur Verbesserung Neues eingeführt. Dadurch gab es einen Zuwachs bei der Kinder- und Jugendliteratur und seit Einführung der Onleihe im Jahr 2014 ist der so angebotene Bestand von 7778 auf 15.020 Titel sogar fast verdoppelt worden. Als neue Medienangebote hinzugekommen, seien AV-Medien wie Konsolenspiele, BluRay-Disks oder Tonies. Außerdem Streaming-Dienste wie Onleihe, Munzinger-Archiv, Duden Schülerhilfen, Sharemagazines und Prüfgeräte zum Energieverbrauch sowie iPads.

Der Erwerbungsetat sei im übrigen seit dem Jahr 2008 unverändert, erinnerte Eva-Marie Urban. Internetnutzer und Zeitungsleser werden in der Statistik nicht erfasst. Seit 2010 sei die gemeinsame Nutzung des Leseausweises möglich und daher wurden weniger Ausweise pro Familie ausgegeben. Um den Bibliotheksbetrieb noch besser an den Nutzer-Wünschen zu orientieren, bereiten Eva-Marie Urban und ihr Team derzeit eine Leserumfrage vor. Denn nicht alles lasse sich aus der Statistik herauslesen.

Da geht es auch um die Öffnungszeiten. „Wir sehen die Samstagsöffnung als sinnvoll an“, sagt die Leiterin. Auch über Sonntagsöffnungen habe man nachgedacht. „Grundsätzlich super“, meint Urban, das sei schlicht eine Personalfrage. Und da ist man bereits am Limit. Zumindest über die verkaufsoffenen Sonntage könne man nachdenken.

(mkl)
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