Leverkusen: Stadt will Kita im Bereich Bahnhof Opladen bauen

Leverkusen: Stadt will Kita im Bereich Bahnhof Opladen bauen

Im nächsten Kindergartenjahr werden 438 Betreuungsplätze für Kinder fehlen, hat die Verwaltung der Kinder- und Jugendhilfe berechnet. Ursache dafür ist vor allem der Zuzug von Flüchtlingsfamilien, außerdem der Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Leiterin Angela Hillen listete im Fach-Ausschuss auf, an welchen Stellschrauben sie drehen will, um dem Mangel entgegenzuwirken.

Vorgesehen sind vier neue Großtagespflegestellen, zwei weitere in Schlebusch, eine in Manfort und eine in Quettingen. Bei Realisierung würde das in diesem Jahr weitere 54 Plätze für Kinder unter drei Jahren bringen. Außerdem habe sie Gespräche mit Partner aufgenommen, mit dem Ziel weitere Betreuungsplätze zu schaffen.

Beispielsweise mit dem Kinderschutzbund, aber auch mit dem Diakonischen Werk, das die Federführung beim Projekt "Gemeinsam leben in Manfort" hat. Da gibt es Überlegungen, von der Gemeinde nicht mehr benötigte Räume der Johanneskirche anderweitig zu nutzen. Hier wird nun die Einrichtung einer Kinderbetreuung geprüft. Positive Signale gebe es außerdem vom Verein "Vivimos", der erst im Dezember als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt wurde. Auch da geht es um die Bebauung eines Grundstücks in Manfort.

Das Klinikum müsse Tiefgaragenplätze bauen und dabei sei auch die Kindertagesstätte betroffen, erklärte Angela Hillen. Dafür würden andere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, wo sie auf eine Ausweitung der Einrichtung auf mindestens vier Gruppen hofft.

Für die nächste Woche habe sie ein Gespräch mit der Bauverwaltung vereinbart, um gemeinsam noch verfügbare städtische Grundstücke anzusehen, die für Tageseinrichtungen geeignet wären. Auf jeden Fall haben die Investoren auf der Westseite der Neuen Bahnstadt Opladen (auf der alten Gütergleisstrecke) die Vorgabe, dort eine Kita mit sechs Gruppen einzuplanen. Mit diesem Paket von Maßnahmen sei man auf einem guten Weg, die Fehlbedarfe abzubauen, so Hillen.

Der Ausschuss verhinderte andererseits, dass die Zahl noch größer wird. Das wäre nämlich die Folge gewesen, hätte man der Vorlage der Bauverwaltung zum Kita-Neubau in Steinbüchel so zugestimmt. Darin ist der Neubau einer achtgruppigen Einrichtung an der Heinrich-Lübke-Straße vorgesehen, die drei kleinere in Containerbauweise ersetzten soll. "Bei Zustimmung würden wir 171 Plätze verlieren und dafür 123 gewinnen", rechnete Sitzungsleiter Rudolf Müller (CDU) vor.

Auf Bestreben von Stefan Baake (Bündnis 90/Die Grünen) wurde der Antrag so geändert, dass es künftig mehr Plätze gibt. Danach soll der Neubau zunächst nur die Einrichtung Kreuzbroicher Straße 12a ersetzten, die baulich im schlechtesten Zustand ist. Die beiden Containerbauten am Theodor-Heuss-Ring 62 und 132 aber sollen weiter in Betrieb bleiben. Nach ersten plänen sollten auch diese Einrichtungen geschlossen werden.

(mkl)
Mehr von RP ONLINE