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Leverkusen: Stadt und Sparkasse finanzieren City-C-Wiederbelebung

Leverkusen : Stadt und Sparkasse finanzieren City-C-Wiederbelebung

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn intensiviert die Wiederbelebungsmaßnahmen für die City C, also für den fast leerstehenden Bereich zwischen Rialto-Brücke und Sparkassen-Zentrale.

Der ausscheidende Finanzdezernent Rainer Häusler soll im Gespann mit dem heutigen Hochbauamtschef Gert Geiger neue Lösungen für dieses brachliegende Geschäftszentrum erarbeiten.

Die Stadt hat ein starkes finanzielles Interesse an der Revitalisierung. Als Miteigentümer der City C steigen inzwischen auch die Kosten für die Stadt, weil die Vermietungslage denkbar schlecht ist, die Nebenkosten aber bleiben.

Aussteigen kann die Stadt Leverkusen aus der City C-Gemeinschaft nicht, dies sei vertraglich "unmöglich", schreibt Oberbürgermeister Buchhorn in einem Arbeitspapier für den Stadtrat.

Seit die großen Ankermieter Woolworth und C&A ihre Läden in der City C aufgegeben haben, rutschte das Zentrum immer weiter ab. Ein Geschäft nach dem anderen gab auf, Büros stehen leer. Verschiedene Versuche von ECE und Projektentwicklern, die Krise zu beenden, schlugen fehl. Das Duo Häusler-Geiger erscheint deshalb wie das letzte Aufgebot. Allerdings: Häusler wie Geiger kennen die Situation und die Verantwortlichen genau.

Geiger stemmte vor Jahrzehnten erfolgreich die Aufgabe, die Überdachung der City zu organisieren. Trotzdem: Es bleibt die Mammutleistung, die 150 Eigentümer der City C, die teils in Australien wohnen, zu einen. Über 50 Prozent der Anteile im Sektor "Handel und Dienstleistung" gehören der Sparkasse, der halbstädtischen Leverkusener Parkhausgesellschaft (LPG), der Stadt Leverkusen und den TBL (Ärzte-Hochhaus).

Damit die "strukturelle Neuordnung" gelingt, will Buchhorn in der Sparkasse ein Büro mit Sekretärin einrichten lassen. Die Kosten teilen sich Stadt und das Geldinstitut. Häusler soll als Sparkassen-Vertreter, Geiger als Stadt-Vertreter arbeiten. Ziel ist es, drei eigenständige Nutzergruppen zu bilden: Shoppingcenter, Wohnungen, Bürohochhaus, damit die heutigen Abstimmungsprobleme beendet werden. Vorgaben, wie die leeren Geschäfte genutzt werden sollen, gibt es nicht. Bis zum Teilabriss und Neubau ist alles denkbar. Es gebe Investoren, die aber nur einsteigen, wenn die Eigentümerverhältnisse einfacher sind, notiert Buchhorn.

Geplanter Start für das "City-Büro": 1. September. Es ist dem Oberbürgermeister direkt unterstellt. Der Stadtrat soll am 15. Juli zustimmen. Der Vorschlag von Buchhorn sieht die Einrichtung eines elfköpfigen politisch besetzten Beirates vor, zu dem zwei Sparkassenvertreter, der Finanzdezernent (dann Frank Stein) und der Oberbürgermeister (Vorsitz) gehören sollen. Der Beirat soll alle acht Wochen tagen.

(RP/rl)