Stauchaos in Hitdorf: Stadt sollte Verkehrshelfer einsetzen

Stauchaos in Hitdorf: Stadt sollte Verkehrshelfer einsetzen

Am Montagmorgen ging in Hitdorf nichts mehr. Die Stadt beteuert, alles in ihrer Macht Stehende getan zu haben, um Stau entgegenzuwirken. Unsere Autorin sieht das anders.

Keine Frage: Eine Autobahnsperrung - selbst wenn sie nur für eine Fahrtrichtung gilt - bedeutet immer eine Ausnahmesituation. Sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die angrenzenden Städte. Und so versichert die Leverkusener Verwaltung, mit Parkverbotsschildern und Umleitungsempfehlungen alles in ihrer Macht Stehende getan zu haben, um den Verkehr unter anderem in Hitdorf so wenig wie möglich zu behindern. Schließlich könne sie nur in den ruhenden, nicht jedoch in den fließenden Verkehr eingreifen.

Allerdings war das Chaos vorhersehbar. Wenn ungeduldige Autofahrer nicht mehr bereit sind, abbiegende Autos durchzulassen und somit ganze Straßenzüge im Stillstand verharren, müssen öffentliche Ordnungshüter her, um für einen geregelten Ablauf zu sorgen. Ob nun von der Stadt oder von der Polizei. Das Prinzip ist dasselbe wie auf Parkplätzen nach Großveranstaltungen: Auch dort funktioniert der Abfluss der Fahrzeuge nur, wenn Ordner darauf achten, dass das Reißverschlussprinzip funktioniert. Warum soll es also nicht möglich sein, Verkehrshelfer an solchen Stellen einzusetzen, an denen es vorhersehbar zu Problemen kommen wird?

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susanne.genath@rheinische-post.de

(RP)