Leverkusen: Stadt plant neue Kita-Plätze ein

Leverkusen: Stadt plant neue Kita-Plätze ein

Der Elternrat der Stadt hatte jüngst kritisiert, die Anzahl der Kita-Plätze in Leverkusen sei geschönt. Schließlich habe die Stadt bereits Plätze angegeben, die es so noch gar nicht gebe. Zum Beispiel in der Steinbücheler Kita Heinrich-Lübke-Straße, die erst noch entstehen müsse. Dort ist bald Baubeginn.

Im Kinder- und Jugendausschusses am vergangenen Donnerstag betonte Angela Hillen, Leiterin des Fachbereichs Kinder und Jugend: "Wir müssen die Plätze bereits einplanen und angeben, damit diese vom Land gefördert werden." Die Stadt müsse bis zum 15. März eine Auflistung an das Ministerium übergeben. Eine Schummelei sollten die Zahlen also nicht sein. Die Plätze entstünden im kommenden Kita-Jahr und seien dann förderbar.

Um dem bekannt starken Mangel an Erziehern entgegenzuwirken, soll die "Praxisintegrierte Ausbildungsform" in Leverkusen möglich werden. Dabei erhalten die Auszubildenden bereits während ihrer Lehre eine Vergütung. Das ist bei der normalen Ausbildung nicht gegeben.

Dennis Wodzikowski von der Bürgerliste hatte wissen wollen, in welcher Phase sich das Projekt befinde. "Wir haben mit den Berufskollegs gesprochen", antwortete Hillen. "Das Berufskolleg an der Bismarckstraße in Manfort ist interessiert." Der Prozess werde allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Räumlichkeiten, Lehrkräfte - all das müsse sich noch finden.

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Wodzikowski machten auch die rund 280 Kita-Plätze missmutig, die bis 2022 zusätzlich eingeplant werden müssten. Ob es hierfür einen Plan gebe, viel Zeit sei nicht mehr, betonte er. Der zuständige Dezernent Marc Adomat erklärte, in der jüngsten Vergangenheit habe die Stadt sich Grundstücke gesichert. Es sei zudem geplant, die Kitas der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) zu erweitern. Dazu müsse - und in dem Punkt waren sich alle Anwesenden und Parteien einig - der Rat sensibilisiert werden. Dafür, dass während der Erschließung neuer Baugebiete immer auch zeitgleich eine Kita eingeplant werde.

Währenddessen ist die Zahl der minderjährigen Flüchtlinge, die ohne Begleitung nach Deutschland kamen, kaum merkbar gestiegen. Es sind nun 103. Nach Berechnung des Landes liege die Auslastung der Stadt bei 94 Prozent. "Also bekommen wir weitere zugewiesen", sagte Hillen. Maximal seien es rund 110, die zugewiesen werden könnten.

(brü)
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