1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Stadt Leverkusen prüft Erhöhung der Corona-Tests

Leverkusen : Stadt prüft Erhöhung der Corona-Tests

Möglicherweise weitet die Stadt Leverkusen die Corona-Tests in Kürze aus. „Wir überprüfen dies, sind aber noch in der Abstimmung für welche Personenkreise die Proben gelten sollen“, bestätigte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion. Für Ärger und Irritationen sorgte das städtische Corona-Abstrich-Zentrum im ehemaligen Freibad Auermühle.

Möglicherweise weitet die Stadt Leverkusen die Corona-Tests in Kürze aus. „Wir überprüfen dies, sind aber noch in der Abstimmung für welche Personenkreise die Proben gelten sollen“, bestätigte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion. Vorbild sind unter anderem die Universitätskliniken Köln, bei denen sich seit wenigen Tagen jeder Kölner auch ohne Arztüberweisung testen lassen kann. Aber nicht ausnahmslos: Tatsächlich wird in der Domstadt weiter nur bei Leuten ein Abstrich gemacht, die typische Corona-Symptome aufweisen. Die Kliniken verfügen über weit mehr Testkapazität als genutzt wird. Die Entscheidung über zusätzliche Testungen in Leverkusen soll diese Woche fallen.

Ärger und Irritationen gab es allerdings am Wochenende um das städtische Corona-Abstrich-Zentrum (CAZ) im ehemaligen Freibad Auermühle: Das Testanlaufstelle befinde sich seit 1. Mai im Stand-by-Modus, sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Obwohl dieser Schlebuscher „Drive in“ am Samstag also nicht mehr geöffnet war, erhielten Patienten vom Gesundheitsamt noch Termine beim CAZ, klagte ein Nutzer der Facebookseite „Nettwerk Leverkusen“. Die Stadt räumte gestern die Probleme im Telefonat mit unserer Redaktion ein. Es habe Missverständnisse in der Kommunikation gegeben, dennoch seien die betroffenen vier Patienten versorgt worden. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes waren vor Ort und regelten die Situation, ergänzte Tim Feister, Geschäftsführer der Malteser Leverkusen, die im städtischen Auftrag das Testzentrum Auermühle betreiben.

Die Idee zum CAZ auf dem alten Bad-Gelände: Verdachtsfälle mit Corona-Virus konnten bislang im Pkw vorfahren. Ihnen wurde im Auto sitzend durch das geöffnete Fenster der Abstrich genommen. Bis zu 200 solcher Probenentnahme wollten die Malteser an einem Tag schaffen. Solche Tests mussten vom Hausarzt oder vom Gesundheitsamt verordnet werden. Zuletzt seien aber so wenige Patienten vorgefahren, dass die Malteser der Stadt empfohlen hätten, die Teststation vorläufig außer Betrieb zu nehmen, bestätigte Malteser-Chef Feister: „Wir können jederzeit alles wieder hochfahren, wenn eine Infektionswelle anrollt.“ Bisher war die „Drive in“-Station nur dienstags und samstags geöffnet.

Ein anderer Service läuft weiter: Die Stadt hat im Wiesdorfer Best Western-Hotel eine Etage für die Corona-Hilfe gemietet. Damit will die Stadt solche Patienten versorgen, die trotz Virus nicht oder nicht mehr im Krankenhaus behandlungsbedürftig sind, aber dennoch nicht ins private Umfeld zurückkönnen. Etwa, weil der Patient im Altenheim andere Bewohner anstecken könnte oder eine Gefahr für seine Familie sei. Die Unterbringung zahlt die Stadt.