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Leverkusen: Kirchliche Jugendgruppen und Ultras helfen bei Einkäufen

Nachbarschaftsdienste in Zeiten von Corona : Jugend und Ultras helfen beim Einkauf

Die Katholische Jugend in Lützenkirchen, die Evangelische Jugend in Opladen und die Werkself-Fangruppe „Ultras“ bieten Nachbarschaftshilfe für Menschen in der Stadt an, die das Haus im Moment nicht verlassen dürfen.

Mit dem Ausbreiten des Coronavirus wächst die Hilfsbereitschaft und Solidarität bei den Menschen. Nachbarschaftshilfe sprießt aus dem Boden wie derzeit die Osterglocken. Unsichere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen — dachte sich auch die Katholische Junge Gemeinde St. Maurinus in Lützenkirchen, die derzeit in den sozialen Medien mit einer Hilfs-Aktion auf sich aufmerksam macht.

Die jungen Leute, vornehmlich Auszubildende und Studenten, bieten seit dieser Woche ihre Unterstützung bei Einkäufen und Botengängen an. „Unsere Gruppenstunden und Veranstaltungen fallen wie über all aus. Wir haben überlegt: Was können wir stattdessen tun und wie können wir in dieser schwierigen Zeit Menschen unterstützen, denen es nicht so gut geht“, sagt KjG-Mitglied Sarah Paas.

Die KjG Lützenkirchen hat Flyer für die Aktion aufgehängt. Foto: Katholische Junge Gemeinde Lützenkirchen

In Lützenkirchen gebe es viele ältere Menschen, „darunter einige, die wir persönlich kennen“, fügt Paas an. Ab sofort dürfen sich hilfsbedürftige Menschen bei der KjG melden. Mir dem Altenheim haben die Jugendlichen ebenfalls Kontakt aufgenommen. Dort dürfen Besucher aktuell zwar nicht in direkten Kontakt zu den Bewohnern treten, Erledigungen sollen aber — koordiniert von der Verwaltung — möglich sein.

Die Info-Flyer mit den Kontaktdaten zum Abreißen hängen seit Montag auch in den örtlichen Bäckereien und Geschäften. „Wir wollen die Aktion erst einmal auf Lützenkirchen beschränken“, sagt Paas, „um zu schauen, wie stark das Angebot angenommen wird. Wir hoffen aber und würden uns freuen, wenn sich Leute bei uns melden.“

Die Evangelische Jugend Opladen (Ejop) hat ebenfalls eine Nachbarschaftshilfe eingerichtet. „Wir wollen helfen. Sie müssen Einkäufe erledigen, zur Apotheke, mit dem Hund spazieren oder andere Botengänge tätigen, aber trauen sich nicht aus dem Haus beziehungsweise stehen unter Quarantäne? Sie kennen jemanden, der Hilfe benötigt?“, schreibt die Ejop  auf einem Infoblatt. Wenn dies der Fall sei, dann sollen sich Interessierte an Jugendleiterin Silke Cronauer richten, die die Nachbarschaftshilfe koordiniert und vermittelt.

Darüber hinaus bietet das Pfarrteam auch weitere Hilfe an, etwa gegen die Einsamkeit daheim, an. Wer Redebedarf hat, kann sich ans Seelsorgeteam mit Pfarrer Martin Weidner (02171 46305), Pfarrerin Bettina Növer (02171 3666437), Pastor Stephan Noesser (02173 395527) und Pfarrer i. R. Hubert Böke  (02173 1602279) wenden.

Und auch die Bayer-04-Fangruppierung Ultras Lev bietet  ihre Unterstützung der praktischen Art an, konkret einen Einkaufs-Service: „Immer mehr Menschen müssen  zu Hause blieben, immer mehr Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Aus diesem Grund wollen auch wir nicht tatenlos bleiben und bieten ab sofort einen Einkaufsdienst an, um den Menschen in unserer Stadt zu helfen“, schreiben die Ultras auf einem Informations-Flyer.  Wer derzeit in Quarantäne ist oder zur einer Risikogruppe gehört, könne sich bei den Ultras für den Einkaufsservice melden.