Leverkusen: Stadt informiert Interessierte zum Thema Flüchtlingsarbeit

Leverkusen: Stadt informiert Interessierte zum Thema Flüchtlingsarbeit

Während in er Bundespolitik der Streit um die Asylpolitik zwischen CDU und CSU trotz der Ergebnisse des EU-Gipfels noch nicht ganz ausgeräumt zu sein scheint, denkt Leverkusen pragmatisch. Die Stadt hat jetzt zu einer Informationsveranstaltung "Flüchtlingsarbeit" eingeladen.

25 Interessierte nahmen das Angebot für Ehrenamtler und hauptamtlich Aktive wahr und informierten sich zu den Themen "Sprachkurse für Geflüchtete" und "Traumafolgestörungen". Im Publikum saßen, so berichtet die Stadt, etliche Zuhörer mit eigener Zuwanderungsgeschichte, die sich nun ehrenamtlich für Geflüchtete und Neuzugewanderte engagieren wollen.

Referentin Antje Schwarze von der gemeinnützigen Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote Mozaik (Bielefeld) informierte während des Termins ausführlich über Zugangsvoraussetzungen von Geflüchteten zu Integrations- und Berufssprachkursen und über die unterschiedlichen Kursniveaus, die angeboten werden. Um das Thema noch stärker auf Leverkusen herunterzubrechen, waren Vertreter von örtlichen Anlauf- und Beratungsstellen wie dem Integration Point Leverkusen und der Offenen Jugendberufshilfe da, um Fragen aus dem Publikum zur Situation vor Ort zu beantworten.

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Schwarze informierte denn auch über Traumatisierung im Zusammenhang mit Flucht und die Folgen für den Alltag. "Wie einige Teilnehmenden bestätigten, spielt das Thema Trauma eine große Rolle bei der Arbeit mit Geflüchteten", teilt die Stadt mit. So seien von den Zuhörern "Unsicherheiten geäußert" worden, "inwieweit Geflüchtete zu belastenden Erfahrungen befragt werden sollten".

Der Infoabend ist laut Stadt das erste Modul einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe, die das Kommunale Integrationszentrum, der Fachbereich Soziales und die Geschäftsstelle des Integrationsrates der Stadt auf die Beine stellen. Eine weitere Informationsveranstaltung ist für November geplant. Dann wird es um die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und berufliche Integration gehen. Dazu soll dann erneut eine Referentin von Mozaik vor Ort sein.

(LH)
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