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Leverkusen: Stadt: Fund liegen lassen, Polizei rufen

Leverkusen : Stadt: Fund liegen lassen, Polizei rufen

Zu drei bis vier Fällen im Jahr, in denen der Verdacht auf einen Bomben- oder Granatenfund besteht, muss auch Heike Rehringhaus vom Fachbereich Recht und Ordnung raus. Der Fachbereich sei es auch, der den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf alarmiere.

"Herr Wolf zum Beispiel, kennt Leverkusen so also schon ganz gut", berichtet Fachbereichsleiterin Michaele Drescher. Das Ordnungsamt komme deshalb zum Einsatz, "weil wir für die Beseitigung von Gefahren und die öffentliche Sicherheit zuständig sind". Vor Ort werde dann entschieden, wie vorgegangen werden muss, ob etwa weitere Fachämter einbezogen werden müssen, ob Absperrungen nötig sind oder gar die Evakuierung von Häusern. Drescher erinnert an zwei Einsätze — einen Bombenfund an der Talstraße nahe des Altenheims und an einen problematischen Splitterbombeneinsatz an der Wupper nahe Stadtgrenze Leichlingen: "Dort war es so schwierig, weil es sehr, sehr viele Splitterbomben waren", sagt Drescher.

Wie viele Bomben, Granaten und andere Geschosse noch in Leverkusen liegen, kann Michaele Drescher nicht sagen: "Es gibt zwar Karten aus dem Zweiten Weltkrieg mit Einschusskratern, aber darauf kann man sich nicht verlassen."

Verlassen sollten sich Leverkusener aber auf den Rat, den Drescher wie auch Wolfgang Wolf gibt: "Wer so etwas findet, sollte es bitte, bitte, unbedingt liegen lassen, sich entfernen und uns oder die Polizei rufen." So handhabe das auch jeder Bauarbeiter.

(RP/ac)