Leverkusen: Stadt: Flüchtlings-Einrichtung Im Bühl ist musterhaft

Leverkusen : Stadt: Flüchtlings-Einrichtung Im Bühl ist musterhaft

In Leverkusen leben aktuell Flüchtlinge aus 40 verschiedenen Nationen. Die meisten kommen aus Syrien, dem Irak, der Türkei, Serbien, Bosnien, Herzegowina.

Beigeordneter Markus Märtens informierte den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren über einige aktuelle statistische Zahlen und stellte dann den Grundriss für die neue Gemeinschaftseinrichtung vor, die Im Bühl entstehen soll.

Anders als in der bestehenden Flüchtlingsunterkunft an der Sandstraße, wo die Menschen über lange Flure zu den Gemeinschaftsräumen und sanitären Anlagen laufen, sollen hier kleinere Einheiten geschaffen werden. Jeweils vier Schlafräume liegen dort gegenüber einer Küche, die als Gemeinschaftsraum dient. Rund um einen großen Tisch, an dem die Kinder ihre Schulaufgaben erledigen können, werde das soziale Leben stattfinden, erklärte Märtens. "Wir schaffen hier wohnungsähnlichere Zustände als in älteren Unterkünften." Von solchen kleineren Einheiten reihen sich mehrere aneinander in dem U-förmig geplanten Containergebäude. Die Räume im Erdgeschoss sind barrierefrei.

Zwischen einigen Zimmern sollten Verbindungstüren geschaffen werden, so eine Anregung aus dem Ausschuss. Damit wären diese Räume besser geeignet für die Unterbringung von Familien mit kleinen Kindern. Das soll nun geprüft werden.

Märtens nannte die Einrichtung Im Bühl, für die letzte Woche das Bau- und Vergabeverfahren beschlossen wurde, eine "Musteranlage. Denn sie werde besser den unterschiedlichen Bedürfnissen der Flüchtlinge gerecht mit den abgeschotteten Bereichen.

In der Bevölkerung erlebe er eine große Welle der Hilfsbereitschaft, so Markus Märtens. Viele Bürger fragten nach, wie sie sich konkret für die Flüchtlinge in der Stadt engagieren können. Sei es durch Patenschaften, Hilfe beim Spracherwerb oder Begleitung bei der Wohnungssuche. Nachdem der Rat ein umfangreiches Betreuungsprogramm für die Flüchtlingsunterkünfte beschlossen hat, würden die Stellen jetzt entsprechend besetzt, so der Beigeordnete.

Zum Sachstand der Zentralen Anlaufstelle des Landes Nordrhein-Westfalen konnte er keine neuen Angaben machen. Aber eine entsprechende Vorlage werde dem Rat noch vor der Sommerpause vorgelegt.

Hier geht es zur Infostrecke: So verteilen sich Flüchtlinge auf Europa

(mkl)
Mehr von RP ONLINE