St. Sebastianus-Bruderschaft feierte Schützenfest in Lützenkirchen.

Schützenfest : Königswürde bleibt in der Familie

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft feierte in Lützenkirchen.

Die Straßen des Ortes waren schon seit Tagen mit grün-weißen Fahnen geschmückt, als die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Lützenkirchen beim großen Festumzug am Sonntagvormittag über eben diese Straßen schritten. Schützenkaiserin Rosemarie – die von allen nur Rosi genannt wird – Wieschollek marschierte nicht mit, sondern durfte mit der Kutsche fahren.

An der Seite von Helge Korell, Pfarrer der Sankt Maurinus Gemeinde und Präses der Schützenbruderschaft sowie dem Lützenkirchener Diözesan Bambini-Prinz Jamie Glaw lachte und winkte sie bei ihrer Triumphfahrt fröhlich in die Menge. Der frischgekürte Bezirkskönig Dennis Sasserath aus Steinbüchel sowie der Diözesan-Jugendvorstand hatten sich ebenfalls zwischen die drei Musikzüge – darunter auch der Bayer-Spielmannszug – und Abordnungen von befreundeten Bruderschaften eingereiht.

Zudem trugen die Jungschützen das große, etwa 25 Kilo schwere Wallfahrtskreuz aus massivem Holz mit sich, dass die jungen Leute der Bruderschaft Lützenkirchen bis zum nächsten Jahr bei allen Umzügen oder Festen bei sich haben werden. Einmal jährlich organisieren Jungschützen aus 31 Bezirken des Diözesanverbandes Köln eine Wallfahrt unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr wurde die Wallfahrt von der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Lützenkirchen ausgerichtet. Erst im nächsten Jahr geht das Kreuz, das eine Reliquie des Heiligen Sebastian enthält, zurück an den Ausrichter nach Holweide.

Nicht lange danach am Sonntag gegen 17.40 Uhr war Wiescholleks Regentschaft beendet und Wiescholleks Regentschaft begann. Denn der Sohn folgte seiner Mutter auf dem Fuße, die wiederum ihre Freudentränen nicht verbergen konnte. Gemeinsam mit Ehefrau Ele Hebbel wird der 58-jährige System-Techniker für ein Jahr regieren. „Nach 47 Jahren Mitgliedschaft im Verein war es an der Zeit“, freute sich der Schützenkönig.

Dass er den letzten Rest des Holzvogels mit dem 340. Schuss tatsächlich von der Stange holen konnte, verdankte er reinem Glück. Denn kurz zuvor hatte Ralf Peters fast den gesamten Korpus mit dem 339. Schuss weggefegt. Das Königsamt wäre für ihn nichts Neues gewesen, schließlich war er schon Bezirkskönig in Steinbüchel und sogar zweimal hintereinander Schützenkaiser in Lützenkirchen.

Hans Georg Wieschollek und Ehefrau Ele Hebbel freuten sich. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Und es gab noch weitere Sieger bei den Schießwettbewerben: Der jüngste war Schülerprinz Luca Glaw (14), der 296 Schuss bis zum Sieg benötigte. Der 22-jährige Student Fabian Walczak errang die Würde des Prinzen mit dem 172 Schuss. Der neue Hutkönig heißt Thorsten Questereith.

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