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Faustball: Zwei WM-Medaillen für Leichlinger Faustballer

Faustball : Zwei WM-Medaillen für Leichlinger Faustballer

Die Gesichter sprachen Bände: Weit und breit kein Lächeln zu sehen, stattdessen prägten unzufriedene Gesichtsausdrücke das deutsche Team. Da bildete auch der Leichlinger Kevin Schmalbach keine Ausnahme, der mit verschränkten Arme, ausdruckloser Miene und Medaille um den Hals auf dem Siegerpodest saß.

So sahen keine Sieger aus, sondern die Drittplatzierten der U 18-Weltmeisterschaft im Faustball. Die bronzene Plakette sicherte sich der männliche Nachwuchs, bei denen LTV-Spieler Schmalbach im gesamten Verlauf des Turniers im kolumbianischen Cali zum Stammpersonal zählte, durch ein 3:1 (9:11, 11:8, 11:8, 11:9) im abschließenden Spiel gegen Österreich. Dass dies nicht für Ausgelassenheit sorgte, erklärte sich damit, dass das Team mit größeren Ambitionen und als Titelverteidiger an den Start gegangen war. Neuer Weltmeister wurde Brasilien durch ein 3:1 über die Schweiz.

Immerhin mit einem Lächeln im Gesicht präsentierte sich die weibliche U 18 bei der Siegerehrung, obwohl sie ebenfalls als Titelträger abgelöst wurde. Schmalbachs Vereinskollegin Lina Hasenjäger und ihre Mannschaft verpassten den großen Wurf nur knapp. Sie stießen bis in Finale vor und trafen dort zum Abschluss auch auf Österreich, das in der Vorrunde noch mit 3:1 besiegt worden war. Diesmal aber prägten zu viele Fehler das Spiel der Deutschen, bei denen Hasenjäger im Endspiel nicht zum Einsatz kam. Zwar blieb das Team den Gegnerinnen stets auf den Fersen, hielt aber letztlich in allen Sätzen das schlechte Ende in Händen und unterlag mit 0:3 (9:11, 11:13, 10:12).

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Als Belohnung für die WM-Strapazen fliegt die deutsche Delegation nun für ein paar Tage auf die kolumbianische Insel San Andrés — beim Anblick karibischer Sandstrände hellen sich sicher auch die Mienen der männlichen U 18 auf.

(RP)