Handball : Zwei Stolperfallen für die Elfen

Die vorletzte Etappe der Punkterunde führt den TSV Bayer 04 nach Göppingen.

Spätestens jetzt, wo in Metzingen der sechste und letzte Teilnehmer der Meisterrunde feststeht, kostet es einige Mühe, die beiden noch ausstehenden Pflichtspiele bis zur Runde der stärksten Teams mit der nötigen Konzentration anzugehen. Aber es gibt gute Gründe für die Elfen, morgen in Göppingen und am Dienstag in der Smidt-Arena gegen Bensheim/Auerbach die Zügel nicht schleifen zu lassen. Denn während es früher zum Ende der Punktrunde "nur" um die Position für die PlayOffs ging, sind nach dem geänderten Modus auch die Punkte und Tore von Bedeutung. Denn sie werden mit in die Duelle mit den Top-Klubs genommen.

Rein rechnerisch ist bei 20 in der Meisterrunde zu erringenden Zählern noch alles möglich. Realistisch betrachtet haben die Elfen, bei denen Anne Jochin nun ihren Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 30. Juni 2016 verlängert hat, aber zu Beginn der Saison alle Chancen auf den Titel verspielt. Den wird ziemlich sicher der Thüringer HC holen, der mit einem Verlustpunkt 13 Zähler vor Bayer thront. Selbst der Zweite Leipzig (sieben Punkte weg) ist wohl außer Reichweite. So geht es für Trainerin Heike Ahlgrimm darum, den dritten Platz zu verteidigen. Das ist Herausforderung genug: Denn zwischen Bayer und dem Sechsten Metzingen liegen nur zwei Punkte. Angesichts der lauernden Konkurrenz könnte also ein Ausrutscher in Göppingen und/oder gegen Bensheim zumindest vorerst gleich mehrere Plätze in der Tabelle kosten.

Mit dem komplettierten Feld der Meisterrunde steht auch der Spielplan fest. Bayer startet mit einer Heimpartie gegen Oldenburg (9. März), ehe es drei Tage später zum designierten Meister THC nach Bad Langensalza bei Erfurt geht. Die Bundesligaspielzeit endet am 31. März wieder vor eigenem Publikum — mit dem Duell gegen den Buxtehuder SV.

(kre)