Handball : Wohl kein Final Four in Leverkusen

Die Chancen, das Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal in der Smidt-Arena zu veranstalten, stehen für die Handballerinnen des TSV Bayer 04 schlecht. Zwar bekräftigte Geschäftsführerin Renate Wolf gestern noch mal ihr Interesse ("Wir hätten Lust dazu, führen Gespräche"), doch gleich mehrere, miteinander verknüpfte, Rahmenbedingungen in der Sportstadt Leverkusen am betreffenden Wochenende 26./27. April machen eine Durchführung wohl unmöglich. Die Hindernisse im Einzelnen:

1) Alles hängt davon ab, für welchen Tag und welche Anstoßzeit die Deutsche Fußball-Liga (DFL) das Spiel von Bayer 04 gegen Borussia Dortmund ansetzt. Dies wird jedoch erst in der 13. Kalenderwoche (10. bis 16. März) terminiert. Solange können die Elfen aber nicht warten, denn der Ausrichter, die Handball-Bundesliga Frauen (HBF), will möglichst schon in seiner Vorstandssitzung am 5. Februar über die Vergabe entscheiden. Bayer 04 selbst zeigt sich gesprächsbereit, ist aber letztlich selbst von der DFL-Terminierung abhängig.

2) Damit das Final Four in Leverkusen stattfinden könnte, müsste das Dortmund-Spiel freitagsabends stattfinden. Wahrscheinlich ist aber, dass es das Top-Spiel des Spieltages am Samstag, um 18.30 Uhr, wird. Zeitgleiche Spiele in BayArena und Smidt-Arena sind allein schon deshalb nicht möglich, weil der Parkplatz hinter der Rundsporthalle bei Spielen von Bayer 04 genutzt wird. "Fußball geht im Zweifelsfall vor", sagt Georg Boßhammer, Leiter des Sportparks Leverkusen.

3) Selbst wenn das Dortmund-Spiel am Sonntag, um 17.30 Uhr, angesetzt würde, hätten die Elfen kaum eine Chance, vorher mit dem Final-Four fertig zu sein, denn mit der eingebetteten A-Jugend-Endrunde wären an zwei Tagen acht Spiele auszutragen — zeitlich unmöglich. Zudem gibt die HBF die Anwurfzeiten vor und hat dabei TV-Übertragungen im Blick.

(klü)