Basketball Wodaege führt den LTV zum ersten Saisonerfolg

Leichlingen · Am Anfang war es ein leichtes Köcheln, daraus wurde dann schnell heftiges Brodeln, und wäre die Halle Am Hammer ein Kochtopf gewesen, er wäre in den letzten Minuten des Schlussviertels gewiss explodiert. Der Gegner, Bayer Uerdingen, stemmte sich mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage beim noch sieglosen Tabellenschlusslicht, punktete hochprozentig, doch die Gastgeber, einmal mehr getragen von der Unterstützung der rund 150 Zuschauer, die gewillt schienen, den Ball Kraft des eigenen Lautstärkepegels zur Not auch selbst in den Korb reinzuschreien, hatten immer die passende Antwort parat – am Ende stand mit 109:96 (50:52) der erste Saisonsieg für den Leichlinger TV.

"Wir haben heute ein sehr starkes Spiel gemacht und endlich einmal gezeigt, was in uns steckt. Das freut mich für die Jungs, die gut trainiert und sich nun endlich einmal belohnt haben", sagte Trainer Björn Jakob, sichtbar erfreut über das Ende der Durststrecke. Dass sein Team sich nach zuvor drei sieglosen Spielen in der Herbstpause viel vorgenommen hatte, war von der ersten Minute an zu erkennen, das erste Viertel (29:15) ging klar an die Blütenstädter. Zwar leistete sich der LTV bis zur Pause eine unerklärliche Schwächephase, bewies anschließend aber eine tolle Moral, holte sich die Führung gegen den Vorjahresvierten zurück und verteidigte diese mit vor allem dank des glänzend aufgelegten Christoph "Woody" Wodaege. "Das war eine ganz starke Mannschaftsleistung, aber Christoph war einfach überragend", fand auch Jakob.

LTV Schröder (2), Nagel (1), Wodaege (33), Messing (18), Nevermann (11), Kunigkeit (2), Zimmermann (10), Dugandzic (13), Thimm (19), Behrmann, Heischmann.

Eine ebenso starke Mannschaftsleistung lieferte der TuS 82 Opladen ab – allerdings hatte Nadine Homanns Mannschaft am Ende nicht das Glück auf ihrer Seite. Bei Südwest Köln kassierten die Opladener eine 82:86-Niederlage nach Verlängerung (41:30; 77:77). Die Opladener lagen lange in Führung, vor dem letzten Viertel betrug ihr Vorsprung sogar noch zehn Zähler. Dass Südwest überhaupt noch mal ins Spiel zurückkam, lag auch an den Foulproblemen der 82er, die sich in der Verlängerung als spielentscheidend auswirken sollte, als alle Aufbauspieler der Gäste auf die Bank mussten. "Ich war mit dem Einsatz meiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden, sie hat trotzdem Teammoral bewiesen, am Ende fehlte eben die Kraft", resümierte die Trainerin.

TuS 82 Nesges (6), Schreiber (22), Blankenstein (15), Warnecke (7), Klein (22), Braun (4), Höhefeld (6), Foth, Neuendank.

(sl)
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