Handball: Werkselfen stehen vor schwerer Aufgabe zum Jahresausklang

Handball : Werkselfen stehen vor schwerer Aufgabe zum Jahresausklang

Die weihnachtliche Besinnlichkeit konnten Bayers Handballerinnen dieses Jahr nur eingeschränkt genießen, bat Trainer-Managerin Renate Wolf die Elfen doch bereits am zweiten Feiertag wieder zum Training. Denn wie gewohnt sind nach der Zwangspause, durch die EM und die Feiertage, noch vor dem Beginn des neuen Jahres wieder Konzentration und gute Leistungen gefragt.

Das gilt diesmal umso mehr, da im Bundesliga-Auswärtsspiel bei der neureichen TuS Metzingen, das am heutigen Dienstag stattfindet, im letzten Einsatz des Jahres eine äußerst knifflige Aufgabe auf die Leverkusenerinnen wartet. Auch, wenn der Gegner von der schwäbischen Alb von einem Duell auf Augenhöhe spricht, sind die Metzingerinnen, die sich im krampfhaften Bemühen um einen griffigen Teamnamen wahlweise "TuSsies" oder "Pink Ladies" nennen, als aktuell Dritter klarer Favorit. Dass dies nicht viel heißen muss, wenn die Leverkusener Talentschmiede einmal ans Laufen kommt, bekam im letzten Ligaspiel vor der Unterbrechung der HC Leipzig zu spüren, der indes anschließend auch noch daheim gegen Metzingen (wie schon in der Woche zuvor in Leverkusen) mit einem Treffer verlor.

Interessant dürfte es - wie nach jedem Großturnier - zu beobachten sein, wie die Nationalspielerinnen die fehlende Pause verkraften und ob das magere Abschneiden der deutschen Auswahl dem Selbstvertrauen geschadet hat. Bei Bayer vertrat diesmal einzig Kim Naidzinavicius (13 Turniertore) die deutschen Farben. Sie trifft heute gleich auf drei Mitspielerinnen: Shenia Minevskaja sowie die Ex-Leverkusenerinnen Anna Loerper und Marlene Zapf. Dazu kommen in der niederländischen Keeperin Jasmina Jankovic und der Ungarin Bernadet Temes zwei weitere EM-Teilnehmerinnen auf Seiten der Schwäbinnen.

Dementsprechend groß ist der Respekt vor der Mission zum Jahresausklang. "Das wird ein ganz schweres Spiel gegen eine ganz starke Mannschaft", betont Wolf, die auf Ruta Latakaite Willig verzichten muss, der eine Achillessehnen-Blessur zu schaffen macht.

Erst einmal aus den Köpfen bekommen müssen die Leverkusenerinnen für ihre Reise nach Süddeutschland die kuriose Konstellation im neuen Jahr, in dem sie schon früh gleich dreimal in Pokalwettbewerben mit dem Buxtehuder SV die Klingen kreuzen. Ehe beide Teams sich im Achtelfinale des europäischen EHF-Cups gegenüberstehen, bekommen sie es gleich zum Jahresstart im Viertelfinale des DHB-Pokals miteinander zu tun, das die Elfen am 4. Januar auswärts bestreiten müssen. Übrigens: Das letzte Aufeinandertreffen ist noch gar nicht all zu lange her. In der Smidt-Arena teilten sich die Elfen mit Buxtehude Ende April bei dem 31:31 noch die Punkte.

(kre)