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Lokalsport: Volleyballerinnen gehen das Derby gegen Köln entspannt an

Lokalsport : Volleyballerinnen gehen das Derby gegen Köln entspannt an

Und jährlich grüßt das Derbytier: Wenn die von Headcoach Zhong Yu Zhou trainierten Volleyballerinnen heute um 19 Uhr auf Köln treffen, geht es - wie immer - nicht nur um drei Punkte. Der Abstand auf den Ligaprimus darf aber freilich nicht zu groß werden. Momentan ist er nach 18 Spielen auf fünf Zähler angewachsen. Eine Niederlage brächte wohl die Entscheidung in der Meisterschaft der 2. Bundesliga Nord. Es liegt also an Bayer, ein erneutes "Schicksalsspiel" gegen Nachbarn aus der Domstadt erfolgreich zu gestalten.

In der vergangenen Saison fiel das Derby auf den letzten Spieltag. Im direkten Aufeinandertreffen wurde der Meister ermittelt. Köln gewann und der TSV ging leer aus. Die Mannschaft konnte nicht ihre Nervosität ablegen und zu ihrem Spiel finden. "Ich glaube, das Ganze wurde und wird zu sehr hochgeredet", sagt Abteilungsleiter Jürgen Rothe. Spitzenspiel, Klassiker, Derby - all das solle in diesem Jahr ausgeblendet werden. Die Mannschaft bereite sich auf ein normales Spiel vor. Mit diesem Kniff soll der hohe Druck von den Akteurinnen genommen werden. Im Grunde befinde man sich mit der Auswahl der Deutschen Sporthochschule auf Augenhöhe, ist sich Rothe sicher.

Für diese Aussage gibt es gute Argumente. Zwar sammelte Köln in dieser Spielzeit mehr Zähler und gewann das Hinspiel, im WVV-Pokal jedoch setzte sich Bayer durch. "Eigentlich sind wir also jetzt wieder dran", sagt Rothe.

Dennoch: Es ist angebracht, Respekt vor der Mannschaft von Trainer und Dozent Jimmy Czimek zu haben. Er gilt als Fachmann und veröffentlichte vor kurzer Zeit ein Buch über seinen Sport. "Er hat für seine Spielerinnen ein perfektes System gefunden und sie zu einem Team geformt", erklärt Rothe.

Der 43-Jährige lässt mit viel Risiko aufschlagen. Die Bälle kommen auf der anderen Seite des Netzes mit viel Schnitt an. Darauf müsse sich Bayer einstellen. Ebenso darauf, eigene Fehler zu vermeiden. Lücken, betont Rothe, werden sich auftun. Sie müssten nur gefunden, erarbeitet und genutzt werden: "Am Ende ist die Tagesform entscheidend."

(brü)