VfL Witzhelden gewinnt beim Nachbarn Bergisch Neukirchen

Sieg im Derby : VfL Witzhelden gelingt Befreiungsschlag

Mit Kampfbereitschaft und Moral entführt der VfL Witzhelden drei Punkte aus Bergisch Neukirchen. Durch den 3:2-Sieg schöpft das Team von Trainer Oliver Heesen neue Hoffnung am Abstiegskampf der Kreisliga A.

Fußball-Kreisliga A Solingen: BV Bergisch Neukirchen – VfL Witzhelden 2:3 (1:1). Sensation wäre übertrieben, doch eine dicke Überraschung ist der Derbysieg des VfL Witzhelden in Bergisch Neukirchen allemal. „Bei uns hat heute sehr vieles gepasst. Meine Mannschaft hat sich auch von Rückschlägen nicht schocken lassen und bis zum Schluss alles gegeben. Dafür sind wir jetzt endlich belohnt worden“, sagte VfL-Trainer Oliver Heesen.

Schon nach gut 180 Sekunden brachte Andre Brandenburg die Platzherren in Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel erzielte Philipp Kühl mit einem verwandelten Foulelfmeter den 1:1-Ausgleich. Phil Quirmbach war nach einer Stunde mit dem erneuten Führungstreffer zur Stelle. „Wir sind nach beiden Führungen in Selbstgefälligkeit abgedriftet und haben recht arrogant agiert. Da darf man sich dann auch nicht beschweren, wenn es am Ende nicht reicht“, sagte BVN-Trainer Michael Czok. Der kurzfristig reaktivierte Arne Thelen (70.) und Roberto Strigari (77.) mit einem Traumtor aus fast 25 Metern drehten die Begegnung und sorgen damit für neue Witzheldener Hoffnung im Abstiegskampf.

Post SV Solingen – Genclerbirligi Opladen 1:7 (0:3). Einen Pflichtsieg fuhren die Opladener Fußballer beim Abstiegskandidaten in Solingen ein. Mann des Tages war zweifelsohne Ahmed Muhsen Mohammed, dem nicht nur drei Treffer (38./45./82.) gelangen, sondern dazu auch noch drei Vorlagen. Mustafa Uzun (10./86.), Mehmet Sezer (85.) und Fatih Uzun (88.) erzielten die weiteren Tore. Auch vom zwischenzeitlichen 1:3-Anschluss (62.) ließen sich die Gäste nicht beunruhigen.

Kreisliga A Köln: FC Pesch II – Bergfried Leverkusen 1:1 (1:0). Einen glücklichen Punkt gewannen die Bergfrieder auswärts, weil Sascha Künzel in der 90. Minute eiskalt verwertete. Zuvor hatten die Gäste auch einiges Glück gehabt, weil die Pescher nach dem 1:0 (40.) durchaus noch hätten nachlegen können, aber genauso wie Bergfried diverse gute Chancen ausließen. So blieb es spannend bis zum Schluss und immerhin einem Zähler in der Fremde, der angesichts der erneut improvisierten Defensive und dem Fehlen vieler Stammkräfte durchaus ein Erfolg ist. Ein Magen-Darm-Virus hat gleich acht spontan Spieler außer Gefecht gesetzt. „Ich muss dem Team hoch anrechnen, dass es sich trotz der Widrigkeiten noch einen Punkt erkämpft hat“, sagte Trainer André Fanroth.

SV Schlebusch II – SV Deutz 05 II 3:4 (1:2). Mit einer Stunde Verzögerung begann die Partie, weil der Schiedsrichter einen Unfall hatte und ersetzt werden musste. Trotzdem begannen die Schlebuscher gut und gingen durch Tobias Balduan in Front (10.), danach aber verfielen sie laut Trainer Marco Treubmann in „unerklärliche Passivität“. Die Gäste, verstärkt durch drei Mittelrheinliga-Spieler, nutzten ihre Freiräume eiskalt und drehten die Partie vor der Pause per Doppelschlag (39./42.) und stellten direkt nach der Pause gar auf 1:4 (49./53.). Doch die Reserve steckte nicht auf: Dennis Reeke verkürzte (63.) und Malik Amoussou-Tchibara erzielte das 3:4 (70.). In der offenen Schlussphase hatten beide Teams noch vielversprechende Angriffe, es blieb aber bei der laut Treubmann „irgendwie schon verdienten Niederlage. Aber die Moral hat mir imponiert“.

SC Hitdorf – BW Köln 1:2 (1:0). Eine Halbzeit ärgerten die Hitdorfer den Primus, der erst im zweiten Durchgang seine starke Form ausspielte. David Mateja netzte in der 19. Minute zur verdienten Führung ein. Der SCH hatte danach weitere gute Chancen, die aber ungenutzt blieben. Das sollte sich rächen: Ein Handelfmeter ermöglichte den im zweiten Durchgang dominanten Gästen den Ausgleich (64.). Im anschließenden offenen Schlagabtausch ging Blau-Weiß in Front (76.). Michael Markowski sah zudem Rot (90.) für ein hartes Einsteigen, wenig später holte sich Justin Prensena noch Gelb-Rot wegen Meckerns ab. „Wir sind selbst Schuld, weil wir das zweite Tor nicht gemacht haben“, sagte Trainer Udo Dornhaus.

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