Kreisliga A : Witzhelden geht in Solingen unter und Gencler patzt erneut

Für den VfL gerät das Spiel beim Tabellenführer zur Lehrstunde. Auch Gencler und Hitdorf verlieren, während Bergfried und Bergisch Neukirchen klar gewinnen.

Fußball, Kreisliga A Solingen: FC Britannia – VfL Witzhelden 9:0 (4:0). Eine Lehrstunde erhielten die Witzheldener Fußballer am Sonntagnachmittag beim Tabellenführer in Solingen. Die Mannschaft von Trainer Oliver Heesen kassierte die höchste Saisonniederlage. Neben den Glückwünschen zum Sieg konnten die Höhendorfer den Klingenstädtern zum vorzeitigen Aufstieg gratulieren. Am Solinger Weyersberg fand nach dem Abpfiff eine spontane Meisterschaftsparty statt. „Wir haben rein gar nichts zustande gebracht. Solche Tage gibt es und wir müssen jetzt über die Ostertage schnell den Kopf wieder frei bekommen“, sagte Heesen. Bereits nach einer halben Stunde und vier Gegentoren war das Spiel frühzeitig entschieden.

BV Bergisch Neukirchen – SV Canlarspor 6:3 (1:0). Zu einem Pflichtsieg über den Abstiegsanwärter aus Solingen kamen die Neukirchener. „Wir haben das Spiel dominiert und den Gegner nur durch Nachlässigkeiten kurzzeitig zurückgebracht. Zum Glück hatte meine Mannschaft aber stets die besseren Antworten“, sagte Trainer Michael Czok. Özkan Aydin brachte die Gastgeber nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Zwischen der 50. und 60. Minute kassierten die Neukirchener durch Unachtsamkeiten in der Hintermannschaft zwei Gegentore, doch Sebastian Fortyr (64.), Muhammed Saidy Khan (70.) und Michael Mollek (76.) brachten ihr Team wieder in Front. Zwar kamen die Gäste im direkten Gegenzug noch einmal zurück, doch der überragende Mollek (80/90.) sorgte für den Endstand.

VfB 06 Langenfeld – Genclerbirligi Opladen 4:1 (2:0). Beim Abstiegskandidaten in Langenfeld strauchelten die Opladener Fußballer überraschend. „Wir sind jetzt einfach nur froh, in die Osterpause gehen zu können. Die Niederlage diesmal geht in Ordnung, weil wir zu viele Fehler gemacht haben“, erklärte Spielertrainer Mehmet Sezer, der wegen einer muskulären Verletzung nicht mitwirken konnte. In der 19. Minute kassierten die Opladener den Rückstand, praktisch mit dem Seitenwechsel fiel der zweite Treffer. Ein Doppelpack nach ungefähr einer Stunde bedeutete die vorzeitige Entscheidung. Der Ehrentreffer gelang Sefa Ocakli in der 71. Minute.

Kreisliga A Köln: SC Rondorf – Bergfried Leverkusen 0:4 (0:1). Souverän haben sich die Leverkusener den zweiten Zu-Null-Erfolg in Serie gesichert und springen auf Rang sieben. Sascha Künzel gelang per Handelfmeter die frühe Führung (12.), ehe die Leverkusener Chancenwucher betrieben: Sebastian Bamberg verfehlte erst das leere Tor, Künzel traf per Kopf den Querbalken und Dominik Schmitz schoss aus fünf Metern daneben. Das sollte sich aber nicht rächen – auch, weil Rondorf in der 61. Minute eine Rote Karte wegen einer Notbremse kassierte. Schmitz erhöhte nach Vorlage von Bamberg auf 0:2 (67.), zehn Minuten später markierte René Rekus das 0:3 und Schmitz selbst stellte in der 87. Minute den Endstand her. „Das war eine konzentrierte Leistung in einem richtig guten Auswärtsspiel“, sagte Trainer André Fanroth. Bemerkenswert: Bei Spielschluss standen insgesamt vier Akteure des Jahrgangs 2000 bei Bergfried auf dem Feld.

SC Hitdorf – SC Holweide 2:3 (1:0). Spät geschlagen wurden die Hitdorfer, die den zweiten Tabellenplatz los sind. In der zweiten Minute der Nachspielzeit ging Holweide nach zweimaligem Rückstand erstmals in Front – wenn auch abseitsverdächtig. „Wir haben uns wieder selbst geschlagen, weil wir zu viele Chancen ausgelassen haben“, sagte Trainer Udo Dornhaus. Genauso gut hätte der SCH aber gewinnen können, doch kam Kamill Grendzinski bei seiner Chance fünf Minuten vor dem Ende einen Schritt zu spät. Zuvor hatten Bastian Prensena und Dogan Uzungelis gute Möglichkeiten ausgelassen, um den Führungstreffer von Michael Wloczyk (31.) noch auszubauen. Nicht zufrieden war Dornhaus mit dem Unparteiischen: „Der Elfmeter zum 2:2 war für mich keiner und Julian Kwoczalla fliegt mit Rot vom Platz, weil er seinen Gegenspieler zurückschubst, der aber keine Karte bekam“, erklärte der Übungsleiter. Dennis Arenz hatte nach dem ersten Ausgleich (50.) das 2:1 erzielt (61.), fünf Minuten später entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Holweide.