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Lokalsport: VfL Leverkusen in seiner nächsten Findungsphase

Lokalsport : VfL Leverkusen in seiner nächsten Findungsphase

Der Umbruch beim Fußball-Mittelrheinligisten VfL Leverkusen nimmt Formen an. Der Nachfolger von Trainer Giuseppe Brunetto, der mit seinen Assistenten zum Aufsteiger Friesdorf wechselt, ist gefunden. Taner Durdu wird die Geschicke des VfL mindestens in der nächsten Saison leiten (wir berichteten). "Er ist ein Übungsleiter, der viel Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern gesammelt hat. Und genau das brauchen wir jetzt", erklärt Bernd Kuhn, geschäftsführender Vorstand beim VfL.

Durdu steht vor einer großen Aufgabe: Kapitän und Keeper Andreas Kath verlässt den Klub in Richtung TV Herkenrath, genau wie Julian Rahn und jetzt doch auch Marvin Steiger. Marcel Schulz zieht es zum Bezirksligisten SV Schlebusch, Topscorer Marcel Wandinger ist schon weg, sein Ziel aber noch unbekannt. Herkenrath, aber auch Regionalligist Viktoria Köln haben ihn auf dem Zettel. Für Viktoria müsste Wandinger jedoch seine Ausbildung abbrechen, da bei den ambitionierten Kölnern vormittags und nachmittags trainiert wird. Dafür hat in Nihat Erdogan (21) zumindest ein Innenverteidiger zugesagt, die Leistungsträger Fabian Djemail (20) und Gjorgji Antoski (23) sollen zudem bleiben. Torhüter Justin Stauner (20) gab ebenfalls seine Zusage, mit weiteren Spielern stehe man "in guten Gesprächen". Zum Probetraining erschienen gut 30 Spieler ("Da waren einige gute Leute dabei"). Kuhn muss sich aktuell auch um die sportlichen Geschicke kümmern. Die Zusammenarbeit mit Sergio Paradiso - seit dem Winter sportlicher Leiter - ist beendet. Paradiso hatte in punkto Vermarktung des VfL große Ziele verfolgt - viele Medienvertreter kamen an die Tannenbergstraße, die Pressekonferenzen wurden teils im Internet übertragen, allerdings kam dadurch auch Unruhe in den Verein. Paradiso war als Sportdirektor, Vereinsmanager und Integrationsbeauftragter tätig, offiziell ist er zurückgetreten. Auch organisatorisch wird sich etwas verändern: Teammanager Rolf Schiefer übernimmt zur kommenden Saison die C-Junioren des VfL, ein Nachfolger wird noch gesucht.

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Viele Baustellen also für die Verantwortlichen, aber gewiss ist, dass der VfL wieder mit einem sehr jungen Kader den Klassenerhalt anstrebt - in der Rückrunde lag das Durchschnittsalter bei 21,8 Jahren. Wobei Kath (26), Marijo Durbic (29), Richard Beerbaum (31) und der nicht eingesetzte Severin Stadler (29) dieses nach oben zogen. "Das wir dennoch Elfter wurden und sogar noch mehr drin war, ist fantastisch. Die Jungs haben sich für ihren Einsatz belohnt", sagt Brunetto.

Die Chancen stehen gut, dass Durdu, früher beim SV Bergisch Gladbach aktiv und selbst Viertliga-Spieler, die großen Fußstapfen ausfüllen kann. Über die genaue Zusammenstellung des Trainerteams werden noch Gespräche geführt.

(mane)