Lokalsport: Universiade: Anna Maiwald gewinnt Gold im Siebenkampf

Lokalsport : Universiade: Anna Maiwald gewinnt Gold im Siebenkampf

Die Leichtathletin des TSV Bayer gewann mit 5965 Punkten den Mehrkampf in Südkorea. Marvin Caspari scheiterte in seinem Finale an der Einstiegshöhe.

Der elfte Wettkampftag der Universiade im südkoreanischen Gwangjun war der bislang erfolgreichste aus deutscher Sicht. Den größten Anteil daran hatten die Leichtathleten, die gleich vier Medaillen gewannen, darunter dreimal Gold. Eine davon feierte die Leverkusener Mehrkämpferin Anna Maiwald, die schon am ersten Wettkampftag klarmachte, dass der Sieg nur über sie gehen würde.

Die 24-Jährige gewann mit 5965 Punkten mit exakt 100 Zählern Vorsprung auf die Norwegerin Ida Marcussen die Goldmedaille. "Mit meinen Leistungen vor allem am ersten Tag bin ich nicht wirklich zufrieden. Aber es ist eine Meisterschaft, da sollten nicht die einzelnen Leistungen, sondern das Endresultat zählen", erklärte Maiwald. "Die Goldmedaille ist einfach super und kommt für mich überraschend. So richtig realisieren kann ich das wahrscheinlich erst in ein paar Tagen."

Nur knapp zwei Wochen nach ihrem Mehrkampf in Ratingen, stand in Gwangju bereits der nächste Siebenkampf auf dem Plan. Viel Zeit zum Regenerieren blieb der Athletin von Erik Schneider nicht. Sie startete mit 13,75 Sekunden über die 100 Meter Hürden solide in ihren Wettkampf. Mit ihren anschließenden 1,68 Meter im Hochsprung und 13,39 Meter im Kugelstoßen blieb sie unter ihren Möglichkeiten. Über die halbe Stadionrunde drehte die Studentin der Uni Köln zum Ende des ersten Tages aber noch einmal richtig auf und lief mit 24,14 Sekunden deutlich schneller als ihre Konkurrenz. Damit war ihr die Halbzeitführung sicher.

Tag zwei begann mit dem Weitsprung - neben dem Hochsprung eine Zitterdisziplin von Anna Maiwald. Sie flog mit 5,91 Meter allerdings ähnlich weit wie in Ratingen (5,93 Meter) und baute ihre Gesamtführung weiter aus. Bevor sie die abschließenden 800 Meter in 2:17,47 Minuten lief, ließ sie ihren Speer auf ordentliche 42,78 Meter fliegen.

Als nächstes stehen für Maiwald die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg auf dem Programm (24. bis 26. Juli). "Ich habe zwei Siebenkämpfe in zwei Wochen absolviert. Das ist ein straffes Programm. Ich freue mich jetzt auf ein wenig Erholung und genieße die restlichen Tage in Südkorea", sagte sie.

Stabhochspringer Marvin Caspari erwischte ausgerechnet zu seinem Finale einen unglücklichen Tag mit ungünstigen Bedingungen. Qualifizierte er sich noch mit souverän gemeisterten 5,30 Meter für den Endkampf, scheiterte er in einer Regenschlacht dreimal an seiner Einstiegshöhe (5,15 Meter) und wurde ohne Resultat in die Ergebnisliste eingetragen.

(sand)
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