Handball : TuS 82 ringt den Spitzenreiter nieder

Den Opladener Oberliga-Handballer gelingt gegen den Longericher SC ein echter Überraschungserfolg.

Für einen Paukenschlag sorgten endlich einmal die Handballer des TuS 82 Opladen in dieser Saison. Der bislang deutlich hinter seinen Möglichkeiten bleibende Oberligist kämpfte den Tabellenführer und großen Aufstiegskandidaten Longericher SC mit 31:29 (16:12) nieder und baute damit seinen Vorsprung zu den Abstiegsrängen auf fünf Punkte aus. "Ich kann der Mannschaft diesmal nur ein Riesenkompliment machen. Das war von Anfang bis Ende hervorragend, zudem sind die Vorgaben perfekt umgesetzt worden", freute sich Interimstrainer Fabrice Voigt über seinen bislang größten Erfolg. Der ganzen Liga wird es recht sein, denn damit ist das Aufstiegsrennen zwischen Longerich und Derschlag bei nur einem Punkt Differenz wieder spannend.

Der Start in die Begegnung verlief aus Opladener Sicht schon sehr vielversprechend. Über 6:4 setzten sich die Hausherren auf 9:5 ab. Mit der robusten Abwehr der Kölner hatten Marius Anger und Co. kaum Probleme, kamen immer wieder zu einfachen Abschlüssen. Dazu präsentierte sich die Hintermannschaft in starker Laufbereitschaft und mit unbändigem Einsatzwillen. Der Ligaprimus zeigte sich von der Gegenwehr beeindruckt.

Der vor kurzem aus Neuss zum TuS 82 gewechselte Simon Schlösser wusste als Spielmacher zu überzeugen. Nicht nur sieben Tore gingen auf seinen Deckel, auch die Nebenleute durften sich immer wieder über kluge Anspiele freuen. "Das hat er richtig gut gemacht und bewiesen, dass er für uns eine richtige Verstärkung ist", betonte der Opladener Coach.

In Halbzeit zwei versuchten die Gäste alles, um wieder Zugriff auf die Partie zu bekommen. Doch angetrieben von einem starken Benedikt Klein zwischen den Pfosten, der in der letzten Viertelstunde etliche Paraden zeigte, und einem treffsicheren Björn Wohlgemuth aus der Distanz verteidigte der Außenseiter seinen Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Während der Opladener Jubel keine Grenzen mehr kannte, schlichen die Gäste frustriert von der Platte. "Da hat man heute mal wieder gesehen, was die Truppe so leisten kann. Jeder hat für jeden gekämpft. So muss es jetzt weitergehen, dann werden wir die Saison auch zu einem vernünftigen Ende bringen", meinte Voigt, der nun seinen Blick in der Tabelle auch wieder ein wenig nach oben richten kann.

TuS 82: B. Klein, Carapina (bei einem Siebenmeter) - Anger (7/1), Schlösser (7), Ellmann (4), Wohlgemuth (4), Rachow (3), J. Schmidt (2), F. Klein (2), C. Göddertz (2), Brahmann, Stoschek, Kreutzer, Stutzke.

(lhep)