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TuS 82 Opladens Heimserie ist gegen die SGSH Dragons gerissen

Handball, 3. Liga : Serie des TuS 82 reißt gegen die Dragons

Gegen die SGSH Dragons ist der Opladener Handball-Drittligist die schwächere Mannschaft, verliert aber dennoch nur knapp mit 23:25 (11:11). Für das Team von Trainer Fabrice Voigt ist es die erste Heimniederlage in dieser Saison.

In den letzten Sekunden hat der TuS 82 Opladen die große Chance, das Spiel auf den Kopf zu stellen. Im Drittliga-Duell gegen die SGSH Dragons, eine Spielgemeinschaft aus Halver und Schalksmühle, sahen die Leverkusener bereits wie die klaren Verlierer aus. Doch im letzten Angriff gehört den Gastgebern vor 300 Fans in der Bielerthalle der letzte Angriff. Birger Dittmer steigt hoch, könnte werfen, entscheidet sich aber für den Pass an den Kreis, der nicht ankommt – und von den Dragons zum Wurf ins leere Tor genutzt wird. Die 23:25-Niederlage ist besiegelt.

„Diese Schlussszene erzählt sinnbildlich das ganze Spiel“, sagte Trainer Fabrice Voigt. „Wir sind zwar da, finden aber nicht richtig zu unserem Spiel und sind im Angriff einfach zu hektisch.“ Mit dem Remis wäre nicht nur der Coach hochzufrieden gewesen. Auch das Publikum hatte nach dem Spielverlauf nicht mehr damit gerechnet. Die Gäste hatten mit ihrem starken Torhüter Ante Vukas den Leverkusenern den Schneid abgekauft und führten in der 52. Minute bereits 23:18. Spätestens als Tobias Schetters 160 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter auf 24:21 stellte, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Doch dann wackelten die bis dahin so clever und abgeklärt aufgetretenen Dragons plötzlich.

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Opladen agierte mit einer offensiven Deckung, mit der die Gäste phasenweise überfordert waren. Zügig verkürzten Marius Anger und Philipp Jäger auf 23:24. Dem TuS 82 war es doch noch gelungen, den Respekt vor Schlussmann Vukas abzulegen – allerdings zu spät. Der ehemalige Leichlinger hatte die Gastgeber vor allem in der zweiten Halbzeit entzaubert und agierte dabei vor allem in der oberen Hälfte des Tores stark. Als die Opladener vermehrt flach warfen, hatten sie Erfolg. Im letzten Angriff durfte Vukas nicht mehr zwischen den Pfosten stehen, weil er für zwei Minuten des Feldes verwiesen worden war. Es half nichts. Der Ausgleich wäre mit Blick auf die gesamte Partie allerdings auch glücklich für Opladen gewesen.

„Die Niederlage wirft uns sicher nicht nachhaltig zurück“, sagte Voigt. „Wir haben gesehen, dass wir sogar in einem Spitzenspiel, in dem wir nicht unsere beste Leisung abrufen, mithalten können.“ Die Dragons haben wie nun auch Opladen erst zwei Mal in dieser Saison verloren. „Trotzdem kann ich schwer damit leben, dass wir zu Hause so verlieren. Wir haben nicht das abgerufen, was wir können.“

In den ersten Minuten waren die Gastgeber zwar durch Treffer von Johannes Sonnenberg, Max Adams, Anger sowie zwei Siebenmetern von Oliver Dasburg mit 5:3 in Führung gegangen, das gefürchtete Tempospiel kam allerdings selten zur Entfaltung. Im Positionsangriff fehlte zu häufig die nötige Ruhe. Gerade in den Phasen, in denen der gegnerische Torhüter immer mehr zum Faktor wurde, schwand schließlich auch das Selbstvertrauen – und damit die Effektivität im Abschluss.

„Hut ab, dass sich die Jungs nie aufgegeben haben. Aber 23 Tore sind zu Hause einfach zu wenig, das muss man so klar sagen“, betonte Voigt, der im Spielverlauf auch zwei kritische Ausfälle zu verzeichnen hatte. André Boelken musste nach einem Zusammenprall mit drei Stichen genäht werden, auch Torjäger Maurice Meurer hatte in der ersten Halbzeit eine Blessur zugezogen, so dass er nach Wiederanpfiff passen musste.