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TuS 82 Opladen zahlt beim 24:30 in Krefeld Lehrgeld

Handball, 3. Liga : TuS Opladen zahlt in Krefeld Lehrgeld

Beim Favoriten auf den Aufstieg unterliegen die Opladener Drittliga-Handballer mit 24:30. Vor allem in der zweiten Halbzeit geraten die Gäste aus dem Konzept. „Wir nehmen die Erfahrung aus dem Spiel mit“, sagt Trainer Fabrice Voigt.

In der zweiten Halbzeit wurde der Frust bei den Drittliga-Handballern des TuS 82 Opladen immer größer. Während die Gäste im Spitzenspiel zweier Teams, die bis dahin noch keinen Punkt abgegeben hatten, im Angriff oft überhastet agierten, traf die HSG Krefeld Niederrhein auch, wenn bereits passives Spiel angezeigt war. „Das war schwierig für den Kopf“, sagte Trainer Fabrice Voigt. Er räumte ein, dass sein Team verdient als Verlierer das Feld verließ. Das 24:30 (13:15) empfand er dennoch als zu deutlich.

In den ersten 30 Minuten hielten die Leverkusener gegen den Aufstiegsfavoriten gut mit. Sven Bartmann parierte zwar von Anfang an hervorragend für die Hausherren, doch der TuS drückte aufs Tempo und hatte auch in der zweiten Welle immer wieder Erfolg. Jan Jagieniak, Maurice Meurer und Joscha Rinke erzielten jeweils Treffer zum Anschluss. Doch bereits in der frühen Spielphase hatte Voigt „das Gefühl, dass wir es einfach nicht schaffen, den Ausgleich zu erzielen.“

Das gelang zwar kurz vor der Pause durch Birger Dittmer trotzdem, doch die Gastgeber zogen angefeuert von knapp 800 Fans zur Halbzeit auf 15:13 davon. Die Vorentscheidung fiel unmittelbar nach Wiederanpfiff. In Überzahl gingen die Leverkusener in die zweite Hälfte, kassierten aber einen 1:4-Lauf zum 14:19-Zwischenstand. Oliver Dasburg verwarf dann sogar noch einen Siebenmeter. „Am Schluss hatten wir 21 Fehlwürfe inklusive vieler freier Chancen“, haderte der Coach. „Wir waren einfach nicht clever genug, während Krefeld es uns gut vorgemacht hat, wie man schlechte Phasen des Gegners bestraft.“

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Die Gäste verteidigten zwar auch in den letzten 20 Minuten der Partie recht ordentlich, doch sogar im Zeitspiel fanden die Krefelder noch eine Lösung. „Wir sind dann auch gar nicht mehr ins Tempo gekommen, weil Krefeld eigentlich immer ein Tor gemacht hat“, sagte Voigt, der es zwischen den Pfosten mit Nils Thorben Schmidt genauso wie mit Jascha Schmidt versuchte.

Beide zusammen brachten es auf acht Paraden, während Bartmann auf Krefelder Seite 20 Mal entscheidend eingriff. „Auch das war einer der Unterschiede, wobei unsere Torhüter gerade in der zweiten Halbzeit manchmal auch alleine gelassen wurden“, sagte der Trainer.

Die Körpersprache der Opladener stimmte bis zum Schluss, aber die Mannschaft stand eben auch frühzeitig als Verlierer fest. „Wir können erhobenen Hauptes aus dem Spiel rausgehen, aber müssen erkennen, dass es für ganz oben dann doch noch nicht reicht“, führte Voigt aus. „Wir nehmen die Erfahrungen aus dem Spiel mit und werden weiter arbeiten.“ Auffällig stark agierte beim TuS 82 indes kein Handballer. Joscha Rinke absolvierte eine gute erste Hälfte und brachte es insgesamt auf vier Tore, doch auch er fand nach der Pause nicht mehr zu seinem Rhythmus. Auffällig war außerdem, dass von den Außenspielern ungewöhnlich wenig Treffer erzielt wurden. „Das lag vor allem daran, dass wir kaum zu Gegenstößen kamen“, erklärte der Coach. „Krefeld hat das gut unterbunden. Wir konnten es einfach nicht erzwingen.“